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BMW ruft 1,6 Millionen Autos wegen Brandgefahr in die Werkstätten

| Autor: Andreas Wehner

Der Autobauer weitet seine im August in Europa und Korea gestartete Rückrufaktion weltweit aus. Betroffen sind 1,6 Millionen Fahrzeuge, die durch austretende Kühlflüssigkeit in Brand geraten könnten. Etwa jedes fünfte Modell ist in Deutschland unterwegs.

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(Foto: Wehner)

Der von BMW bereits im August gestartete Rückruf wegen Brandgefahr zieht weitere Kreise. Insgesamt bittet der Autobauer jetzt weltweit 1,6 Millionen Autos zu einer „technischen Aktion“ in die Werkstätten. Das teilte BMW am Dienstag mit. Betroffen sind Fahrzeuge mit Vier- und Sechs-Zylinder-Dieselmotor, die zwischen August 2010 und August 2017 produziert wurden.

In Deutschland gehe es um 328.000 Fahrzeuge, teilte ein BMW-Sprecher auf Anfrage von »kfz-betrieb« mit. In die Werkstatt müssen Fahrzeuge der Baureihen 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er und 7er sowie X1, X2, X3, X4 und X6. Je nach Modell sind die betroffenen Produktionszeiträume unterschiedlich.

Bei einigen Fahrzeugen könne Glykol-Kühlflüssigkeit aus dem AGR-Kühler austreten. „In Kombination mit typischen Ruß-Ablagerungen sowie unter den üblicherweise hohen Temperaturen im AGR-Modul kann dies zu glühenden Partikeln führen. In sehr seltenen Fällen kommt es dabei zu Anschmelzungen im Ansaugkrümmer, die im Extremfall zu einem Brand führen können“, heißt es in der Mitteilung.

Nachdem BMW im August zunächst einen Rückruf in Südkorea angekündigt hatte, wurde die Aktion kurze Zeit später auf Europa ausgeweitet. „Im Rahmen weiterer Untersuchungen von Motoren mit einer ähnlichen technischen Konfiguration identifizierte die BMW Group Einzelfälle von Fahrzeugen, die nicht in den ursprünglichen technischen Aktionen enthalten waren“, schreibt BMW. Diese Einzelfälle stellten kein signifikantes Risiko dar. BMW wolle dieses minimale Risiko durch länderspezifische Ausweitungen der technischen Aktionen dennoch weiter reduzieren.

Die Werkstätten prüfen das AGR-Modul und tauschen im Fehlerfall die entsprechenden Komponenten aus. Die betroffenen BMW-Fahrer werden über die Handelsorganisation informiert.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«