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BMW: Rückruf wegen Brandgefahr nur in Südkorea

| Autor / Redakteur: js/dpa / Jakob Schreiner

Der angekündigte Rückruf von über 100.000 BMW-Fahrzeugen in Südkorea hat bislang keine Auswirkungen auf andere Märkte, obwohl die baugleichen Autos auch in anderen Ländern unterwegs sind. Die Ursache könnte ein spezieller Fahrstil der Koreaner sein.

(Bild: gemeinfrei / CC0 )

BMW Korea hatte vor einigen Tagen den Rückruf von 100.000 Fahrzeugen wegen Feuergefahr bekannt gegeben. Betroffen sind 42 Modelle, die zwischen März 2011 und November 2016 gebaut wurden. Theoretisch könnten die Probleme auch in Deutschland und anderen Märkten auftreten, da die Modelle mit der gleichen Soft- und Hardware ausgestattet sind, bestätigte ein Sprecher von BMW Deutschland auf Nachfrage von »kfz-betrieb«.

Bislang sind hierzulande keine spezifischen Fälle mit einem ähnlichen Problem bekannt. Es gebe auch keine Anzeichen für einen behördlichen Rückruf, so der Sprecher. Man sei aber grundsätzlich auf das Problem aufmerksam geworden und untersuche Fahrzeuge im Feld. Dazu schreibe man Kunden über Händler an, um die entsprechenden Fahrzeuge zu überprüfen.

Der Korea-Chef, Kim Hyo Joon, führte die Ursache für die Brände auf einen Defekt beim Abgasrückfuhr-Kühlsystem zurück. Der BMW-Sprecher erläuterte das Problem detaillierter. Durch einen undichten AGR-Kühler vermischen sich Glykol-Rückstände mit Rußpartikeln und Öl aus der Kurbelwellen-Absaugung im Ansaugtrakt der Fahrzeuge. Dieses Gemisch könne sich dann unter Umständen entzünden.

Auf die Frage, warum ausgerechnet das Problem in Südkorea vermehrt aufgetreten sei, konnte der BMW-Sprecher nur spekulieren. Er meinte, vielleicht hänge es mit dem Fahrbetrieb zusammen, da in Südkorea viel mit „Tempomat 100“ gefahren werde, während man hierzulande eher zu einem anderen Fahrstil tendiert. Medien nannten etwa 30 Vorfälle unter sämtlichen BMW-Modellen.

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