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Amazon setzt auf Streetscooter

Autor: Christoph Baeuchle

Großauftrag für die Post-Tochter Streetscooter: Onlineversandhändler Amazon hat 40 Elektrotransporter bestellt. Im gesamten Jahr 2019 hat Streetscooter in Deutschland rund 4.500 Fahrzeuge verkauft.

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Amazon fährt in München die Bestellungen künftig mit dem Streetscooter aus.
Amazon fährt in München die Bestellungen künftig mit dem Streetscooter aus.
(Bild: Marcus Schlaf/Amazon)

Streetscooter hat einen prominenten Kunden gewonnen: Der Onlineversandhändler Amazon hat für sein Münchner Verteilzentrum 40 Elektrotransporter in der Version Streetscooter Work Box bestellt. Hinzu kommen 60 Ladestationen, die das Aachener Unternehmen bereits am Standort des Verteilzentrums aufgebaut hat.

Amazon ist mit der Deutschen Post schon länger im Geschäft. Mittlerweile hat Amazon einen eigenen Lieferservice aufgebaut. In München will der Onlinehändler die Fahrzeuge zur Auslieferung einsetzen.

Die Post will sich früheren Aussagen zufolge mittelfristig auf ihre „Kern-Logistikaktivitäten“ konzentrieren. Dazu gehört nicht die Produktion des Streetscooters, die Tochter hatte im Herbst bei der Vorstellung der Poststrategie 2025 keine Erwähnung gefunden. Vielmehr sucht der Konzern nach einem Käufer oder nach einer alternativen Lösung.

Im Spätherbst verkündete Post-Chef Frank Appel zudem, dass er für das Tochterunternehmen mit einem „signifikant zweistelligen“ Millionenverlust rechnet. Genaue Zahlen dazu veröffentlicht der Logistik-Konzern aber nicht. Im vergangenen Jahr hat Streetscooter in Deutschland lediglich rund 4.500 Fahrzeuge verkauft. Appel hatte das eigens entwickelte Lieferfahrzeug gleichwohl als „eine tolle Erfolgsgeschichte für den Konzern“ bezeichnet.

Streetscooter Work XL: Der Elektro-Transit
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