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Opel Ampera-E von großem GM-Rückruf betroffen

Autor: Jens Rehberg

Ende letzter Woche hat die US-Verkehrsbehörde NHTSA amerikanische Chevy-Bolt-Fahrer vor einem Brandrisiko gewarnt. Jetzt hat Opel bestätigt, dass auch das Schwestermodell Ampera-E von dem Problem betroffen ist.

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In Deutschland sind rund 550 Ampera-E-Modelle von einem Rückruf wegen Problemen mit dem Batteriepack betroffen.
In Deutschland sind rund 550 Ampera-E-Modelle von einem Rückruf wegen Problemen mit dem Batteriepack betroffen.
(Bild: Opel)

General Motors (GM) hat Rüsselsheim über ein Rauch-, Schmelze- und Verbrennungs-Risiko am Batterie-Pack des Chevrolet Bolt EV und auch des Schwestermodells Opel Ampera-E informiert. Das bestätigte ein Opel-Sprecher am Donnerstag auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Demnach sollen in Deutschland knapp 1.500 Ampera-E-Einheiten der Baujahre 2017 bis 2020 betroffen sein.

„GM setzt die Untersuchungen fort und hat bereits eine Containment-Software entwickelt, die das Aufladen des Fahrzeugs auf 90 Prozent der vollen Kapazität begrenzt, um das Risiko zu mindern“, sagte der Sprecher. Die deutschen Kunden würden in Kürze über eine entsprechende Feldaktion informiert. „Bis dahin empfehlen wir, die maximale Aufladung über das Infotainment-System des Fahrzeugs zu begrenzen.“

GM hatte am Montag eingeräumt, wegen Feuergefahr zahlreiche Elektrofahrzeuge vom Typ Chevrolet Bolt EV zurückrufen zu müssen. Die US-Verkehrsbehörde NHTSA hatte die Besitzer am Freitag aufgefordert, die Autos wegen des Risikos von Batteriebränden nicht in Garagen oder in der Nähe von Häusern abzustellen. Laut GM sind weltweit insgesamt 68.667 Fahrzeuge der Modelljahre 2017 bis 2019 betroffen, davon entfalle mit 50.925 Einheiten der Großteil auf den US-Markt.

Der Autobauer untersucht das Problem nach eigenen Angaben noch, es sollen aber bereits Updates der Batterien-Software durchgeführt werden. Die Batterien stammen laut GM von LG Chem aus Südkorea.

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 Jens Rehberg

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Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«