Gebrauchte E-Fahrzeuge Angebotsüberhang und Preisverfall – eine Elektro-Bestandsaufnahme

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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Dass gebrauchte E-Modelle derzeit kein Verkaufsschlager sind, ist hinlänglich bekannt. Wie sehr der Markt aus dem Gleichgewicht ist, zeigt eine Analyse der Daten von Autoscout 24.

Gebrauchte Elektroautos sind derzeit ein Sorgenkind bei Handel und Herstellern. Die Restwerte sinken, die Standzeiten steigen.(Bild:  Schreiner – VCG)
Gebrauchte Elektroautos sind derzeit ein Sorgenkind bei Handel und Herstellern. Die Restwerte sinken, die Standzeiten steigen.
(Bild: Schreiner – VCG)

Die Gebrauchtwagenpreise sinken im Durchschnitt seit gut einem Jahr – das hat verschiedene Gründe, wie die Online-Plattform Autoscout 24 jüngst nachgewiesen hat. Einen signifikanten Beitrag dazu leistet der Preisverfall elektrischer Gebrauchtwagen. Binnen eines Jahres ist der durchschnittliche Angebotspreis für ein E-Fahrzeug auf der Plattform um 26,6 Prozent gefallen. Im gleichen Zeitraum sank über alle Antriebsarten hinweg der Wert eines Gebrauchten um 7,4 Prozent auf 27.035 Euro im März.

Noch signifikanter wird der Absturz, wenn man ein paar weitere Monate zurückgeht: Im Sommer 2022 wurde ein gebrauchtes E-Auto im Schnitt für 50.500 Euro angeboten – von diesem Höchststand aus gerechnet ist der aufgerufene Durchschnittspreis bis zum März 2024 um 40 Prozent abgestürzt (auf noch 29.549 Euro). Deutlich wird die Entwicklung auch beim Vergleich der Preise für E-Modelle und Verbrenner: Während E-Autos noch vor einem Jahr 38 Prozent mehr kosteten als ein durchschnittlicher Gebrauchter, beläuft sich der Preisunterschied aktuell nur noch auf 9 Prozent.