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Auch Sixt Leasing bekommt WLTP-Probleme und Dieselgate zu spüren

| Autor: Christoph Seyerlein

Die derzeitigen Schwierigkeiten der gesamten Autobranche hinterlassen auch bei Sixt Leasing ihre Spuren. Das Unternehmen hatte im ersten Halbjahr vor allem mit Engpässen wegen der Umstellung auf WLTP zu kämpfen. Die Konzernspitze hofft aber auf Besserung.

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Aktuelle Branchenprobleme gehen auch an Sixt Leasing nicht spurlos vorbei. Das Unternehmen beklagte am Dienstag bei der Bekanntgabe seiner Halbjahreszahlen unter anderem die fehlende Verfügbarkeit zahlreicher Automodelle infolge der Probleme der Hersteller mit der Umstellung auf den Prüfzyklus WLTP. Sixt-Leasing-Chef Thomas Spiegelhalter teilte mit: „Das Neugeschäft hat im zweiten Quartal insbesondere im Geschäftsfeld Online Retail darunter gelitten, dass rund ein Viertel der beliebtesten Modelle auf sixt-neuwagen.de nicht bestellbar waren.“ Nun hofft der Manager darauf, dass sich die Situation „bis Ende des Jahres wieder beruhigen“ wird.

Auch die Dieselkrise machte sich bei der Sixt-Tochter bemerkbar. Der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Flottenleasing sank um 5,2 Prozent auf 45.600 Verträge. Dem Unternehmen zufolge hat das vor allem mit „der aktiven Risikosteuerung zur Reduzierung von Restwertrisiken durch Dieselfahrzeuge ohne Rückkaufvereinbarung“ zu tun.

Jenen Rückgang konnte Sixt Leasing aber mit einem Plus an Verträgen in den Bereichen Online Retail und Flottenmanagement kompensieren, sodass der Gesamtvertragsbestand unter dem Strich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 leicht auf 133.800 stieg (+0,7 %).

Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Deutlich stärker wuchs der Konzernumsatz an. Er lag mit 394,3 Millionen Euro um 6,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Verkaufserlöse durch Leasingrückläufer und vermarktete Kundenfahrzeuge machten davon 158,2 Millionen Euro aus (+9 %). Das Ergebnis vor Steuern fiel mit 15,8 Millionen Euro um eine Million niedriger aus als im Vorjahr. Sixt Leasing führt das auf Investitionen in IT und Personal zurück. Die operative Umsatzrendite sank um 0,8 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent.

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte der Vorstand. Dazu sagte Thomas Spiegelhalter: „Im weiteren Jahresverlauf planen wir Initiativen, um das Neugeschäft im Online Retail zu beleben. Zum Jahresende wird dann außerdem Felix Frank als Chief Digital Officer von Autoscout 24 zu uns stoßen und dem Geschäft weitere Impulse verleihen.“

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