Audi A3: Fünfzylinder als Abschiedsgeschenk

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Kurz vor dem Modellwechsel macht der Audi A3 noch einmal mächtig dicke Backen. Der 340 PS starke Turbo-Fünfzylinder beschert dem neuen Spitzenmodell RS3 die Fahrleistungen eines echten Sportwagens.

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Sagt zum Anschied laut „Servus“: der Audi RS3 Sportback.
Sagt zum Anschied laut „Servus“: der Audi RS3 Sportback.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Fünfzylinder gehört zu Audi wie die vier Ringe und erlebt derzeit nach einigen Jahren Pause ein fulminantes Comeback in der Ingolstädter Modellpalette. Zweites Modell mit dem 250 kW/340 PS starken TFSI-Aggregat ist nun der Audi RS3 Sportback. Damit macht Audi seinen Kompakten kurz vor dem im nächsten Jahr anstehenden Modellwechsel noch schnell zum stärksten Modell in der Kompaktklasse.

Dank Turbopower (450 Newtonmeter!) und Allradantrieb mutiert der Viertürer zum Beschleunigungsmonster: In 4,6 Sekunden knallt der RS3 aus dem Stillstand auf 100 km/h – das ist Klassenrekord und gleichzeitig selbst für echte Sportwagen eine harte Nuss. Denen bleibt als einzige Genugtuung, dass sie ab 250 km/h vorbeiziehen dürfen, denn Audi regelt den Kompaktwagen bei diesem Tempo elektronisch ab.

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Trotz atemberaubender Fahrleistungen soll sich der Fünfzylinder mit 9,1 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern zufrieden geben (212 Gramm CO2 pro Kilometer). Daran haben neben der Direkteinspritzung auch das effizient arbeitende Doppelkupplungsgetriebe, bedarfsgesteuerte Nebenaggregate und Leichtbauteile wie die Kotflügel aus kohlefaserverstärktem Kunststoff Anteil.

Mehr Sound durch Auspuffklappe

Der 2,5-Liter-Fünfzylinder gibt sich mit seiner immensen Durchzugskraft und der bis 6.800 min-1 reichenden Drehfreude als echter Sportmotor. Der typische Sound, der aus der unregelmäßigen Zündfolge resultiert, spielt dazu klassische Audi-Musik. Eine Soundklappe im Abgasstrang soll den Klang noch intensiver machen. Sie lässt sich über die serienmäßige Sporttaste steuern, die auch das Ansprechverhalten des Motors variiert.

Um die Verwaltung der überschäumenden Kraft kümmert sich ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (S tronic) und der permanente Allradantrieb. Hat der Fahrer es eilig, spielen alle Antriebskomponenten in der „Launch Control“ zusammen. Sie managt den Spurt aus dem Stand heraus – mit geballter Turbo-Power und minimalem Reifenschlupf.

Vordere Kotflügel aus Kohlefaser

Das Sportfahrwerk senkt die Karosserie des RS3 Sportback gegenüber dem A3 um 25 Millimeter ab. Das Topmodell rollt auf Aluminiumrädern im Format 19 Zoll. Die innenbelüfteten Bremsscheiben sind zwecks maximaler Wärmeabfuhr gelocht; Bremstöpfe aus Aluminium senken die ungefederten Massen.

Von außen unterscheidet sich der RS3 auf den ersten Blick von seinen braven Geschwistern. Die Bugschürze, der Grill in Rautenoptik und die Lufteinlässe verleihen ihm zusammen mit den Xenon-Scheinwerfern ein markantes Gesicht. Ausgestellte Vorderkotflügel und markante Schwellerleisten, Spiegelgehäuse in Aluminiumoptik und ein Dachspoiler prägen die Seitenansicht. Die Auslieferung des RS3 Sportback beginnt im Frühjahr 2011, der Grundpreis in Deutschland wird bei 49.900 Euro liegen.

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