Audi beantragt Kurzarbeit, Porsche stoppt die Produktion

Von dpa

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Die Autoindustrie rüstet sich für die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Mit Audi und Porsche haben am Mittwoch zwei Marken des Volkswagenkonzerns über ihre nächsten Schritte informiert.

Audi-Beschäftigte sollen ab kommender Woche kurzarbeiten.(Bild:  Audi)
Audi-Beschäftigte sollen ab kommender Woche kurzarbeiten.
(Bild: Audi)

Audi hat für die Standorte Ingolstadt und Neckarsulm Kurzarbeit angekündigt. In beiden deutschen Werken stehen die Bänder ab nächster Woche still. „Die durch die Corona-Krise weltweit eingeschränkte Nachfragesituation und bevorstehende Lieferengpässe zwingen uns daher, den Antrag auf Kurzarbeit zu stellen“, sagte Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler am Mittwoch.

Vor allem Beschäftigte aus Produktion und Logistik sollten ab nächster Woche kurzarbeiten. Allerdings müsse an Prüfständen und der Zulassung neuer Modelle weitergearbeitet werden, damit es nach der Krise sofort weitergehe. Bei Teamarbeit dürfe nur die Hälfte der Mitarbeiter anwesend sein, um den Sicherheitsabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Eltern mit Kindern und Pendler sollten möglichst mobil arbeiten.

Audis Konzernschwester Porsche kündigte am Mittwoch an, wie viele andere Hersteller wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Produktion zu stoppen. Das Stammwerk in Zuffenhausen sowie das Werk in Leipzig bleiben von diesem Samstag an zunächst für zwei Wochen geschlossen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Primär gehe es um den Schutz der Belegschaft, darüber hinaus gebe es inzwischen Engpässe in den globalen Lieferketten, die eine geordnete Produktion nicht mehr zuließen.

„Für Prognosen ist es zu früh“

„Mit diesen Maßnahmen leistet unser Unternehmen seinen Beitrag, die Belegschaft zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen“, betonte Vorstandschef Oliver Blume. „Die tatsächlichen Folgen sind noch nicht absehbar. Für Prognosen ist es deshalb zu früh. Klar ist, dass 2020 ein sehr herausforderndes Jahr wird.“

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