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Auktionen: Caronsale erweitert Services

| Autor: Yvonne Simon

Im Zuge der Coronakrise hat die Online-Auktionsplattform Caronsale neue Funktionen für Händler entwickelt. Der Fokus liegt auf schnelleren Verkaufsprozessen. Dafür sorgt unter anderem ein eigener Bezahldienst.

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Die Online-Auktionsplattform Caronsale wurde 2018 gegründet.
Die Online-Auktionsplattform Caronsale wurde 2018 gegründet.
(Bild: Caronsale)

Vor dem Hintergrund der Coronakrise hat die Online-Auktionsplattform Caronsale ihre Services und Funktionen für Händler ausgebaut. Seit Kurzem sollen Nutzer von einem neuen Bezahldienst, einer schnelleren Abholung und einem zusätzlichen Bezahlmodell profitieren, wie Head of Business Development Maximilian Schilling im Gespräch mit »kfz-betrieb« berichtet.

„Wir haben uns die derzeitigen Schmerzpunkte der Händler angesehen, und der größte ist die Liquidität“, erzählt Schilling. Die Einlieferer legen demnach derzeit besonders viel Wert auf einen zügigen Abfluss der Ware und auf schnelle Bezahlprozesse. Deshalb hat Caronsale nun den eigenen Bezahldienst „COSPay“ entwickelt. Dabei handle es sich um ein virtuelles Iban-Konto. Das System informiere den Verkäufer automatisiert, sobald das Geld auf dem Weg zu ihm ist.

Auch der Plattformbetreiber selbst kann über ein Dashboard sehen, wo sich das Geld gerade befindet. Das Team von Caronsale beginnt nach eigener Aussage dann bereits nach drei Tagen, zahlungssäumige Käufer zu mahnen. „Wir behalten uns auch vor, Käufer mit schlechter Zahlungsmoral von der Plattform auszuschließen“, so Schilling.

Zügigere Abholung

Über die neue Funktion „Express-Pickup“ können Einlieferer zudem ihre Fahrzeuge bereits zur Abholung freigeben, sobald die Bezahlung angestoßen ist. Damit sei das Fahrzeug innerhalb von 24 Stunden abholbereit. Bislang sei die Expressabholung bei 20 Prozent des Bestands möglich.

Um die Liquidität der Händler zu schonen, bietet die Plattform jetzt außerdem ein zweites Bezahlmodell an: Einlieferer können sich für ein erfolgsbasiertes Modell ohne Grundgebühr entscheiden – sie zahlen dann 99 Euro pro versteigertem Fahrzeug. Für den Käufer fällt eine prozentuale Gebühr ab 0,2 Prozent vom Fahrzeugpreis an. Alternativ zahlen Händler monatlich 99 Euro pro Zugang.

Bei der erfolgsbasierten Variante ist – im Gegensatz zum Subscription-Modell – in den 99 Euro bereits ein Schadengutachten integriert, das separat 49 Euro kostet. Die Börse schickt auf Wunsch innerhalb von 48 Stunden einen Gutachter zum Händler – dabei bestehen Kooperationen mit dem TÜV Nord und dem TÜV Rheinland; es gebe aber auch eigene Gutachter.

Caronsale wurde Mitte 2018 gegründet und beschäftigt gut 50 Mitarbeiter. Zuletzt wurden auf der Plattform rund 300 Fahrzeuge pro Woche verauktioniert. Die Anzahl an Einlieferern – fast ausschließlich Vertragshändler – liege bei mehreren hundert; sie verkaufen an rund 15.000 registrierte Händler.

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Über den Autor

 Yvonne Simon

Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel