Autohaus Wolfsburg auf stabilem Niveau

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Das Volkswagen-Autohaus Wolfsburg hat viele Wurzeln und mehrere Väter. Entstanden ist es aus der Fusion von drei Unternehmen der Region.

Auch wenn der Name anderes vermuten lässt: Das Autohaus Wolfsburg ist auch in anderen Regionen als dem Wolfsburger Umland tätig. Im Prinzip besteht das Unternehmen heute aus drei einzelnen Gruppen. Kern sind natürlich die Betriebe in und um Wolfsburg mit der Automeile in der Heinrich-Nordhoff-Straße. Aber schon 2004 unternahm das Unternehmen seinen ersten Schritt ins „feindliche Ausland“ und übernahm die Detmolder Stegelmann-Gruppe mit ihren vier Betrieben.

2006 folgte dann die nächste Erweiterung: Autohaus Wolfsburg übernahm das Autohaus Kühl mit fünf Standorten in Gifhorn und Hildesheim und gliederte sie 2009 in die Unternehmensgruppe ein, die somit auf nunmehr 22 Betriebe wuchs. Ohne die Fusion von 1999 wäre diese Erfolgsgeschichte aber nicht möglich gewesen. Ein bisschen „liebevoller“ Druck seitens des Volkswagen-Werkes brachte damals die drei Wolfsburger VW-Betriebe, die Autohäuser Wolfsburg, Hotz und Schade, zusammen an einen Tisch.

Jeder der drei Partner war ungefähr gleich stark im Markt, aber jeder hatte einen anderen Schwerpunkt. Die Firma Schade hatte sich auf das Ersatzteilgeschäft spezialisiert, Hotz war stark im Servicebereich, und Heitmann sah seine Stärken im Verkauf. Und keiner war aus wirtschaftlichen Gründen auf die Fusion angewiesen. Peter Giffhorn moderierte seitens des Werkes die damaligen Gespräche, die bald zur Einigung führten. Alle drei Firmenchefs sahen die Notwendigkeit für den Zusammenschluss.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 23 Bildern

So kam es dann vor zehn Jahren zur Fusion der Autohäuser Hotz und Heitmann, nachdem kurz vorher Schade seinen Betrieb an Heitmann verkauft hatte. Es entstand das Autohaus Wolfsburg Hotz und Heitmann, das heute von Torsten Kietzmann und Michael Roth geführt wird. Beide beurteilen die damalige Entscheidung positiv. Roth sagt dazu: „Ehe es zu einem Hauen und Stechen zwischen uns kam, haben wir uns unter der Führung von Wolfgang Heitmann zu der Fusion entschlossen. Jeder hat die Notwendigkeit zur Fusion erkannt, und jeder war gleich stark und brachte seine Stärken ein. Die Fusion war hier nicht so ganz schwierig, da allen Beteiligten klar war, dass sie wirklich Sinn macht für alle.“

Moderierter Zusammenschluß

Die damaligen Geschäftsführer Wolfgang Heitmann, Volker Mitschke, Michael Roth und Oleg Hammling verteilten die Mitarbeiter neu auf die einzelnen Betriebe, um zu erreichen, dass sie sich schneller mit dem neuen Unternehmen identifizierten. Kietzmann erläutert dazu: „Wir haben die Belegschaft ganz systematisch durchgemischt, damit nicht die Betriebe weitermachten wie bisher, insbesondere die Führungsmannschaft. Damit sind Stärken und Schwächen genau ausgeglichen worden. Wir haben damit die Stärken gebündelt.“ Und Roth ergänzt: „Somit ist auch ein gesunder Wettbewerb im Unternehmen entstanden. Im Rückblick wissen wir eigentlich nicht, was wir damals hätten besser machen können. Die Fusion war ein Erfolg.“

(ID:279444)