Autoindustrie: Experten erwarten harte Marktbereinigung

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Die Notwendigkeit einer schnellen Transformation sieht auch Deloitte. Eine Studie des Beratungsunternehmens prognostiziert sinkende Umsätze und Gewinne in den klassischen Geschäftsfeldern Neuwagenverkauf und Aftersales. „Die sich abzeichnenden Profitabilitätsrückgänge, die wir in unserer neuesten Studie sehen, werden die Hersteller durch die Corona-Pandemie früher und insbesondere stärker spüren ", sagt Thomas Schiller, Managing Partner Clients & Industries bei Deloitte.

China als Schlüsselmarkt

Der aktuell wichtigste Absatzmarkt, China, wird weiter an Bedeutung gewinnen, während die größten Märkte in Europa stagnieren. „In China erwarten wir als Erstes Nachholeffekte beim Autokauf. Daher gehen wir in der aktuellen Lage weiterhin von einer großen Bedeutung des Markts für die Hersteller aus“, so Schiller.

Gerade in China sei aber einerseits die Akzeptanz alternativer Antriebe sowie andererseits die Offenheit für neue Mobilitätslösungen und die Vernetzung des Autos höher. Die Hersteller müssten sich also den veränderten Kundenwünschen und technologischen Trends anpassen. „Digitale Kauf- und Serviceprozesse werden mittelfristig extrem an Relevanz gewinnen“, ist Schiller überzeugt.

Finanzdienstleistungen als Wachstumstreiber

Eindeutige Wachstumstreiber sind laut der Deloitte-Studie Finanzdienstleistungen: In China, wo Leasing und Finanzierung von Neuwagen noch stark zunehmen, werden sich die Umsätze nach Ansicht der Berater fast verdreifachen. Aber auch in Europa, wo ein wachsender Teil der Neu- und Gebrauchtwagen geleast wird, prognostiziert Deloitte einen steigenden Umsatz. Ein Hauptgrund: die Restwertgarantie, die Leasingverträge bieten.

„Unsere Studie zeigt den allgemeinen Handlungsdruck der Autohersteller auf. Dieser war bereits vor der Corona-Krise groß – sie wird den Transformationsbedarf in der Branche noch weiter verstärken“, fasst Schiller zusammen.

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