Autostadt stellt Fahrzeugauslieferungen ein: VW-Kunden sollen zu den Händlern

Autor: Christoph Seyerlein

In der Autostadt werden nach dem heutigen Montag bis auf Weiteres keine Fahrzeuge mehr übergeben. Betroffene Kunden sollen sich stattdessen an ihren Händler wenden. Wie gut das funktionieren wird, scheint aufgrund zunehmender Einschränkungen wegen des Coronavirus fraglich.

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Fahrzeugübergaben in der Autostadt wird es nach dem 16. März vorerst nicht mehr geben.
Fahrzeugübergaben in der Autostadt wird es nach dem 16. März vorerst nicht mehr geben.
(Bild: Volkswagen)

Nach den ersten Infektionsfällen mit dem Coronavirus im Wolfsburger Werk erhöht Volkswagen die Vorsichtsmaßnahmen. Bereits am Samstag hat die Autostadt auf Empfehlung der Stadt Wolfsburg beschlossen, den Parkbetrieb bis auf Weiteres einzustellen. Im Kundencenter stoppt VW zudem die Auslieferung von Fahrzeugen.

Die letzten Autos werden am heutigen Montag, 16. März übergeben. „Nach dem 16. März ist die Übernahme der Fahrzeuge – bis auf weiteres – nur über die Volkswagenpartner möglich. Neue Fahrzeugabholungstermine werden zunächst nicht vereinbart“, heißt es auf der Website der Autostadt.

Ob und inwiefern die Abholung bei den Händlern funktionieren wird, muss sich zeigen. Immer mehr Bundesländer fahren die Vorsichtsmaßnahmen hoch. Das wird auch Unternehmen treffen, viele werden vorerst schließen müssen. Zahlreiche VW-Händler haben ein geplantes Event rund um den neuen Golf 8 am kommenden Wochenende bereits abgesagt.

In Österreich sind Schauräume schon zu

In Österreich sind die Schauräume von Autohändlern schon auf staatliche Anordnung hin geschlossen. Werkstätten gelten allerdings als „systemerhaltend“ und dürfen deshalb geöffnet bleiben. In Deutschland hat die Regierung Unternehmen, die wegen der Coronakrise in Schwierigkeiten geraten, unter anderem Sofortkredite und leichteren Zugang zu Kurzarbeitergeld zugesagt. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe hat zudem ein FAQ veröffentlicht, was Kfz-Betriebe in der jetzigen Situation wissen müssen.

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Entwicklungsredakteur