Autoverkäufer stoppt Betrügerpaar in Stollberg

Autor: Andreas Grimm

Bei einem norddeutschen Händler hat ein älteres Paar sich ein Auto für eine Betrugstour besorgt. Jetzt war bei einem anderen Händler Endstation. Dessen Verkäufer hatte den richtigen Riecher, dass die Kunden nicht ganz echt sind.

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(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Eine gesunde Portion Misstrauen im Umgang mit unbekannten Kaufinteressenten kann im Fahrzeughandel vor bösem Erwachen schützen. Ein Verkäufer in einem Stollberger Autohaus hatte das notwendige Gespür und rette damit mutmaßlich seinen Arbeitgeber vor einem hohen Schaden, da er in Zusammenarbeit mit der Polizei ein überregional tätiges Betrügerpaar auffliegen ließ.

Bereits in der vergangenen Woche hatte ein älteres Paar den Stollberger Händler aufgesucht und Interesse an einem neuen teuren Premiumfahrzeug bekundet. Der 57-jährige Mann und die 61-jährige Frau gaben an, aus Lübeck abgereist zu sein, da sie nach Stollberg umziehen wollten. Doch dem Verkäufer kam das vorgebliche Neu-Stollberger Pärchen eher verdächtig als vertrauenswürdig und solvent vor, schreibt die zuständige Polizei aus Aachen in ihrer Pressemitteilung vom Montag.

Der Verkäufer machte dennoch einen Termin für eine Probefahrt in dem Premiummodell aus, informierte aber zugleich die Kriminalpolizei, die dem Verdacht erfolgreich auf den Grund ging. Bei der Überprüfung des Paares ohne festen Wohnsitz stellte sich schnell heraus, dass der Wagen mit Lübecker Kennzeichen von einem Händler aus der Ostseestadt stammte, den sich das Paar bereits im Juli „geliehen“ und nicht mehr zurückgegeben hatte.

Letztlich kamen bei den weiteren Untersuchungen noch weitere Betrügereien zu Tage, die das Paar in den vergangenen Wochen in Nordrhein-Westfalen begangen haben soll. Bei einem Gerichtstermin ordnete die Richterin für beide Personen nun Untersuchungshaft an. Nähere Informationen zum Händler machte die Polizei Aachen nicht.

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«