Schadstoffklasse Euro 6 AVL Ditest vermarktet Dieselpartikel-Zähler ab Sommer

Von Steffen Dominsky

Mit zwei Jahren Verspätung soll zum 1.1.2023 die Partikelzählung im Rahmen der AU starten. Der österreichische Abgasspezialist verspricht Kunden, seinen „Counter“ bereits im Sommer liefern zu können.

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Rechtzeitig zum 1.1.2023 möchte AVL Ditest seinen Partikelzähler „Counter“ auch an Werkstätten ausliefern.
Rechtzeitig zum 1.1.2023 möchte AVL Ditest seinen Partikelzähler „Counter“ auch an Werkstätten ausliefern.
(Bild: AVL Ditest)

Ab 1.1.2023 soll es losgehen: Ab dann müssen Dieselfahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 6/VI im Rahmen der AU mithilfe des Pärtikelzählverfahrens geprüft werden.

Wie mehrfach berichtet, hat sich der Termin gewaltig verzögert. Geplant war besagte Einführung bereits zwei Jahre früher. Zurückzuführen ist die signifikante Verzögerung vor allem darauf, dass lange Zeit Anforderungen an das Messverfahren fehlten bzw. Messgerätespezifikationen seitens Gesetzgeber und Physikalisch-Technischer Bundesanstalt (PTB) nicht vorhanden waren. Letztere hatte auch mit der Entwicklung bzw. Zulassung geeigneter Kalibrierverfahren für die Geräte ihre liebe Mühe – und etliche Zeit auch mit der zum Glück nun obsoleten Eichung. Aber nun richten alle Beteiligten den Blick nach vorn.

Dazu gehört auch AVL Ditest. Der bekannte österreichische Spezialist für Abgasmesstechnik verspricht Werkstätten und Überwachungsorganisationen, rechtzeitig zum Einführungstermin seinen „Counter“ liefern zu können – bereits ab Juli soll er verfügbar sein.

Der Partikelzähler, den AVL Ditest inklusive aller Kernkomponenten selbst entwickelt hat, arbeitet nach dem sogenannten DC-Prinzip (Diffusion Charging). Dieses bietet laut dem Grazer Unternehmen unter anderem den Vorteil, dass der Anwender für die Testerart keine Betriebsmittel (Alkohol) benötigt, so wie das beim alternativen CPC-Verfahren (Condensation Particulate Counting) der Fall ist.

Laut AVL Ditest ist das DC-Verfahren auch in der Lage, die Abgaspartikel von Benzin-Direkteinspritzern zu erfassen. Schließlich ist es nicht ausgeschlossen, dass der Gesetzgeber das Partikelzählverfahren auch bei modernen Benzinern verpflichtend vorschreiben könnte.

Gerät in den Niederlanden zugealssen

Seine Feuertaufe hat der Counter bereits bestanden: In den Niederlanden ist er schon zugelassen. Dort und in Belgien tritt eine Partikelzählung im Rahmen der periodischen Fahrzeugüberwachung bereits am 1. Juli in Kraft.

Die bei einem Partikelzähler anspruchsvolle Rekalibrierung wird AVL Ditest hierzulande vorerst ausschließlich in seinem hauseigenen, akkreditierten Kalibrierlabor im fränkischen Cadolzburg anbieten. Es ist laut Unternehmensangaben das erste für diese Messgröße (Partikel) akkreditierte Labor.

Vor-Ort-Kalibrierung „nicht angedacht“

Eine Vor-Ort-Kalibrierung, so wie es andere Hersteller von Partikelzählern anbieten wollen/werden, ist auf Nachfrage von »kfz-betrieb« aktuell nicht angedacht. Die Kosten für sein neues Abgasmessgerät beziffert AVL Ditest auf „um die 7.000 Euro“.

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