Abgasuntersuchung Partikelzählung soll alte Messtechnik ablösen

Autor: Steffen Dominsky

„Mann, sind Diesel heute sauber!“, denkt manch einer bei der AU. „Immer Trübungswert ‚0‘, super!“ Dabei kommt da hinten oft sehr wohl Dreck raus. Die Partikelzählung soll die alte, viel zu grobe Messtechnik ablösen. Doch aus deren Einführung wird nichts.

Man sieht ja quasi nichts mehr: Auch beim Abgas moderner Dieselmotoren behilft sich mancher mit bekannten Flosklen. „Die paar Partikel!“ – ein Trugschluss.
Man sieht ja quasi nichts mehr: Auch beim Abgas moderner Dieselmotoren behilft sich mancher mit bekannten Flosklen. „Die paar Partikel!“ – ein Trugschluss.
(Bild: © Stefan Redel - stock.adobe.com)

Was als bekannte Ausrede beim ausgiebigen Hopfensaftkonsum dient – „Die paar Bierchen!“ –, fungiert bei manchen als ebensolche beim Thema Abgas. Und zwar im Fall moderner Kraftfahrzeuge – egal ob Endverbraucher oder Kfz-Experte. Während ersterer argumentiert: „Da qualmt schon lange nichts mehr!“, denkt letzterer: „Die paar kleinen Partikel!“. So recht beide Parteien auf den ersten Blick haben, so falsch liegen sie auf den zweiten.

Klar, Katalysatoren und Partikelfilter sowie Harnstoffsysteme haben die Abgase unserer Fahrzeuge über die Jahre hinweg „sauberer“ gemacht. Doch gänzlich eliminieren konnten sie sie nicht. Hinzu kommt, dass Schadstoffe noch lange nicht verschwunden sind, nur weil das menschliche Auge – anders als früher – diese bzw. den für sie als Träger fungierenden Ruß nicht mehr erkennt. Seit Langem ist bekannt: Gerade die Einspritzdrücke moderner Dieselaggregate jenseits von 2.000 bar haben dazu geführt, dass der Ruß nicht verschwunden ist, sondern seitdem regelrecht klein- bzw- kleinstgehackt wird.

Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group