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AVP Autoland nutzt die digitalen Gene auf allen Kanälen

| Autor: Joachim von Maltzan

Bei der AVP-Gruppe sind die digitalen Services integrale Bestandteile des Dienstleistungsangebots. Das Unternehmen, das die Marken des Volkswagen-Konzerns vertritt, kommuniziert mit seinen Kunden sehr direkt und persönlich. Das belohnte die Jury des Internet Sales Awards 2018 mit Platz eins.

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Die AVP-Gruppe vertritt in Nieder- und Oberbayern die wesentlichen Marken des Volkswagen-Konzerns.
Die AVP-Gruppe vertritt in Nieder- und Oberbayern die wesentlichen Marken des Volkswagen-Konzerns.
(Bild: Achter)

Unser Anspruch an unseren digitalen Auftritt entspricht eins zu eins dem, den wir uns auch für den klassischen Kontakt face-to-face mit unseren Kunden gesetzt haben: Nämlich auf allen Ebenen sehr persönlich mit dem Kunden zu kommunizieren und dessen Wünsche und Bedürfnisse vollumfänglich zu erfüllen“, beschreibt Franz Hirtreiter, Vorsitzender der Geschäftsführung der AVP Autoland, den digitalen Ansatz des Unternehmens. Die Autohausgruppe mit Hauptsitz in Plattling ist einer der größten Partner des Volkswagen-Konzerns in Nieder- und Oberbayern. Mit den Marken Audi, VW, Porsche, Seat und Skoda vertritt sie nahezu das gesamte Markenportfolio des Wolfsburger Herstellers.

„Begeisternd, fair, familiär, führend, leistungsstark und sicher: nur hier“. So lautet die Kernbotschaft, die Franz Hirtreiter mit seinem gesamten Team offensiv nach außen trägt. Und zwar off- und online. Das gesamte Geschäftsmodell der Autohausgruppe ist quasi durchwoben von unterschiedlichen digitalen Aspekten, die integrale Bestandteile der Unternehmensstrategie sind. Beispielhaft dafür ist der Social-Media-Auftritt des Unternehmens: Das AVP-Team kommuniziert über diverse Kanäle sehr direkt mit seinen Kunden. Über 7.200 Fans auf Facebook und 361 Follower seit 2017 auf Instagram zeugen davon.

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Genau kalkulierter Einsatz von Posts

Dabei überlässt die eigens gegründete Internetabteilung keinen Post dem Zufall. Die CI des Unternehmens, seine Handschrift und der persönliche Auftritt stehen immer im Vordergrund. Auf sterile Posts aus den Werbebaukästen der Hersteller verzichten die Marketingspezialisten der AVP. Denn wie sie analysiert haben, erreichen Posts mit selbst erstellten Bildern und mit eigenen Mitarbeitern im Durchschnitt dreimal so viele Menschen wie durchschnittliche Facebook-Posts.

„Wir wollen unseren Fans damit einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen – und wie wir festgestellt haben, kommt das bei unseren Kunden sehr gut an“, erzählt Marketingleiter Andreas Jerchel. Dabei ist sich das Unternehmen der Risiken, die mit den Posts der Mitarbeiter verbunden sind, durchaus bewusst. Interne Schulungen zur Pkw-EnVkV helfen, diese Gefahren einzuschränken. Hirtreiter betont: „Wir können keine Facebook-Polizei einsetzen, aber wir schulen alle Mitarbeiter sehr intensiv.“

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Ähnlich nutzt die Marketingabteilung ihre diversen Social-Media-Aktionen. Diese wenden sich jeweils an exakt definierte Zielgruppen und verlinken dabei auf Landingpages und Kontaktformulare. Ziele sind Leadgenerierung und das Erreichen einer möglichst hohen Conversion Rate. In die gleiche Richtung gehen die vielfältigen Gewinnspiele, die AVP über Facebook veranstaltet. Hier erreicht das Team zum Teil eine Reichweite von bis zu 80.000 Nutzern.

Eine wichtige Rolle in der Digitalstrategie der AVP spielen die sehr schnellen Reaktionszeiten auf Posts. Das macht die Kommunikation mit den Kunden lebendig und lädt diese ein, die anderen digitalen Angebote der Autohausgruppe zu nutzen. So arbeitet AVP mit Blogs und Chatfunktionen und setzt bei Veranstaltungen auch Live-Videos ein. Auch Influencer-Marketing nutzt AVP, um seine virtuelle Reichweite zu vergrößern, wobei die Marketingabteilung dabei nur auf bekannte junge Gesichter aus der Region setzt.

Onlinechat als direkte Verkaufsunterstützung

Die Chatfunktion nutzt AVP auch im Gebrauchtwagenverkauf. Der Interessent, der ein Fahrzeug auf der Homepage des Autohändlers entdeckt hat, sieht dort nicht nur die relevanten Daten des Autos: Mit einem Klick kann er auch die Chatfunktion aufrufen und ist innerhalb von Sekunden mit einem Ansprechpartner verbunden. Das macht den Zugang für den Nutzer viel persönlicher und sorgt dafür, dass er länger auf der Seite verweilt. Außerdem steigen die Verkaufschancen deutlich. Die wachsende Abschlussquote bei den Internetverkäufen zeigt, dass das Team damit auf dem richtigen Weg ist.

Um die Fahrzeuge für die Interessenten noch attraktiver zu machen, setzt AVP nicht nur auf die üblichen Innen- und Außenaufnahmen der Autos, sondern auch auf 360-Grad-Aufnahmen, die das Unternehmen mit einer eigenen Fotobox erstellt.

Zudem hat die AVP-Autohausgruppe für die Fahrzeugbilder eine stringente Prozesskette installiert. Es vergehen gerade einmal acht Minuten von den automatisierten Aufnahmen des Fahrzeugs innen und außen samt aller Highlights, der ebenfalls automatischen Übertragung per WLAN an den Server, der Eingabe der FIN und dem automatischen Upload der Bilder an die verschiedenen Börsen.

So ist gewährleistet, dass die Autos im Internet schnellstens angeboten werden, und zwar samt allen Fotos. AVP nutzt für den Gebrauchtwagenverkauf neben der eigenen und den Herstellerbörsen acht weitere Plattformen. Neben Autoscout24, Mobile und Heycar sind das Autosnip, Instamotion, Gebrauchtwagen.de und Leasingmarkt.de.

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Über den Autor

 Joachim von Maltzan

Joachim von Maltzan

Leiter Ressort Management & Handel