Baumot: Dieselnachrüstung ist serienreif

Gesetzliche Grundlagen stehen aber noch aus

| Autor: Jan Rosenow

Der VW Passat ist das erste Fahrzeug, für das Baumot eine Nachrüstung anbieten will.
Der VW Passat ist das erste Fahrzeug, für das Baumot eine Nachrüstung anbieten will. (Bild: Baumot)

Firmen zum Thema

Baumot Group hat nach eigenen Angaben ihr Bnox-Systems zur Stickoxidreduktion bei Diesel-Pkw fertig entwickelt – und zwar für einen der wichtigsten Diesel-Pkw in Deutschland, den VW Passat. Weitere Entwicklungen sind für mehrere Volumenmodelle in Vorbereitung. Hierfür baut Baumot aktuell das Team im Dortmunder Entwicklungszentrum aus. Das Unternehmen rechnet damit, dass diese Systeme nach Vorliegen der Zulassungsrichtlinien in rund sechs Monaten bereitstehen können.

Sobald der Gesetzgeber die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen geschaffen hat, rechnet Baumot mit einem zügigen Zulassungsprozesse durch das Kraftfahrtbundesamt, vergleichbar mit dem Verfahren früherer Nachrüstungsprojekte.

Seine Wirksamkeit gegen Stickoxide hatte des Bnox-System jüngst in einem ADAC-Test bewiesen. Dank der geringen Größe und des modularen Aufbaus soll es in viele gängige Dieselfahrzeuge eingebaut werden können; den Preis beziffert Baumot auf seiner Website auf rund 2.000 Euro.

Baumot-Chef: Die Nachrüstkosten sind geringer als der Wertverlust

Marcus Hausser, Vorstandsvorsitzender der Baumot Group, erklärt: „Es gibt aus unserer Sicht ausreichend handfeste Argumente, die für die Machbarkeit und Sinnhaftigkeit einer flächendeckenden Nachrüstung sprechen. Mit dem Bnox-System ist die Technik für eine ausreichende Stickoxidreduktion in Deutschland vorhanden, der zeitliche Aufwand für modellspezifische Anpassungen ist kalkulierbar, die Luftqualität in Deutschland würde durch diesen Schritt schnell und deutlich verbessert und die Gesundheit der Menschen geschützt. Und ganz entscheidend für alle Dieselfahrer: Die Kosten einer Hardware-Nachrüstung sind nach Aussage verschiedener Experten geringer, als der durchschnittliche Wertverlust den die Pkw-Besitzer alleinig durch drohende Fahrverbote zu tragen haben.“

Jan Rosenow
Über den Autor

Jan Rosenow

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45186977 / Service)

Plus-Fachartikel

Eventmarketing: Corona-Rock statt Blues

Eventmarketing: Corona-Rock statt Blues

Sind Veranstaltungen passé, bis es einen Corona-Impfstoff gibt? Nein, es bedarf nur kreativer Konzepte. Das digitale Wohnzimmerkonzert des Autohauses Büdenbender und das Pop-up-Autokino des Ford-Stores Kreissl sind dafür beispielhaft. lesen

Umsatzsteuer: Neue Steuersätze

Umsatzsteuer: Neue Steuersätze

Ein Weg aus der Coronakrise führt nach Vorstellungen des Gesetzgebers über Mehrwertsteuerentlastungen. Aus diesem Grund wird der allgemeine Steuersatz ab dem 1.7.2020 vorübergehend abgesenkt. Das betrifft die Autohäuser unmittelbar. lesen