Fahrsicherheitstraining Belmot-Oldtimer-Training: Wo ist denn die Haftcreme?

Von Steffen Dominsky

Anbieter zum Thema

Unter allen Bedingungen stets „Grip“ zu haben, ist ein frommer Wunsch, der sich auch Oldie-Besitzern nicht immer erfüllt. Was man tun kann, wenn die Fahrphysik gnadenlos zuschlägt, das lernten allen voran mehrere junge Menschen bei den „Next generation drivers“.

Richtig bremsen mit dem Oldie: Das Fahrsicherheitstraining von Belmot und ASC am Nürburgring lehrte (junge) Oldtimerfahrer, worauf es in Gefahrensituationen ankommt.
Richtig bremsen mit dem Oldie: Das Fahrsicherheitstraining von Belmot und ASC am Nürburgring lehrte (junge) Oldtimerfahrer, worauf es in Gefahrensituationen ankommt.
(Bild: Dominsky / »kfz-betrieb«)

Nein, nicht nur Senioren wünschen sich mit Blick auf ihre Dritten eine möglichst gute und lange Haftung. Gerade wer auf regennasser Fahrbahn unterwegs ist, hofft im Fall der Fälle ebenfalls auf eine solche. Das gilt vor allem für all jene, die einen Oldie fahren, der noch nicht über das inzwischen selbstverständliche „Gadget“ namens ABS verfügt. Denn auch wenn bereits einige Oldtimer ein solches besitzen – Mercedes-Benz führte 1978 als erster Hersteller ein „richtiges“, sprich digital arbeitendes Antiblockiersystem in Serie ein –, die Mehrzahl klassischer Pkw muss ohne den bekannten Blockierverhinderer auskommen. Und das kann gerade bei Regen, oder gar Schnee- und Eisglätte, fatale Folgen haben.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 35 Bildern

Wie fatal die im Zweifel ausfallen können, das konnten am vergangenen Sonntag sieben Teams beim Belmot-Oldtimer-Training am eigenen Leib erfahren. Genauer gesagt die Teilnehmer des Projekts „Next generation drivers“. Dieses führt die Oldtimer-Sparte der Mannheimer Versicherung in Kooperation mit dem Allgemeinen Schnauferl-Club e.V. (ASC) und mit dem Fahrsicherheitszentrum (FSZ) von „Auto, Motor & Sport“ (AMS) am Nürburgring durch. Die Verantwortlichen des Projekts haben sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen fit im Umgang mit historischer Fahrzeugtechnik zu machen. Motto: Wie fühlt es sich an, in einem alten Auto ohne ABS eine Vollbremsung hinzulegen? Wie bringt man ein historisches Fahrzeug ohne ESP wieder „eigenhändig“ in die Spur, nachdem es ins Schleudern geraten ist? Und warum macht es Sinn, beim Ausweichen nur zu lenken und nicht auch zu bremsen?