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BMW-Handel: AHG übernimmt Entenmann-Autohäuser

| Autor: Andreas Wehner

Die Horber AHG-Gruppe übernimmt zum 1. Januar die vier BMW-Autohäuser der Entenmann-Group im Großraum Stuttgart. Inhaber Werner Entenmann, früherer Präsident des BMW-Händlerverbands, will mit 71 Jahren beruflich kürzer treten und gibt daher sein Unternehmen ab.

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(Bild: Entenmann)

Der frühere Präsident des BMW-Händlerverbands, Werner Entenmann, gibt seine Autohäuser ab. Ab Januar 2020 gehören die vier im Großraum Stuttgart gelegenen BMW- und Mini-Betriebe zur AHG-Gruppe mit Sitz in Horb, wie ein AHG-Sprecher auf Anfrage von »kfz-betrieb« bestätigte. Das Unternehmen werde alle 180 Mitarbeiter der Entenmann-Group übernehmen.

Entenmann verkauft die Marken BMW und Mini inklusive der Submarken BMW i und BMW M in Esslingen, Göppingen, Kirchheim/Teck und Ostfildern. Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 120 Millionen Euro. An allen vier Standorten lieferte Entenmann zuletzt 1.200 BMW- und 300 Mini-Neuwagen sowie 2.300 Gebrauchte aus.

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Der 71-jährige Entenmann wolle altersbedingt kürzer treten, heißt es in einem gemeinsamen Pressestatement der beiden Unternehmen. Da seine Tochter Anja Entenmann, die aktuell als Geschäftsführerin tätig ist, ihren Lebensmittelpunkt mittelfristig nach Düsseldorf verlegen möchte, gebe es keinen direkten Nachfolger. Daher habe Entenmann sich zum Verkauf seiner Betriebe entschlossen.

„Die AHG bringt alles mit, um erfolgreich in die Zukunft zu gehen“, wird Entenmann in der Mitteilung zitiert. „Werner Entenmann kann sich auf mein Wort verlassen, dass wir seine Vorzeige-Betriebe nach bestem Wissen und Gewissen in seinem Sinne weiterführen werden“, sagte AHG-Chef Rolf Heinzelmann. Die beiden Geschäftsführer kennen sich seit vielen Jahren und sind sowohl beruflich als auch privat eng verbunden.

Die AHG-Gruppe gehört mit über 40 Betrieben in Baden-Württemberg und künftig rund 2.000 Mitarbeitern zu den größten Autohändlern Deutschlands. Das Unternehmen vertreibt mit seiner Tochter AHG die Marken BMW, Mini, Land Rover und Peugeot und mit seiner Tochter BHG die Fabrikate VW, Audi, Skoda, Seat und VW Nutzfahrzeuge. Im vergangenen Jahr lieferte die gesamte Gruppe knapp 32.000 Fahrzeuge aus und erwirtschaftete einen Umsatz von 760 Millionen Euro. Schon in diesem Jahr dürften Umsatz und Absatz deutlich höher liegen, denn die AHG-Gruppe hat mit drei Standorten des Autohauses Heusel sowie den drei Autohäusern der AMW-Gruppe 2019 bereits kräftig eingekauft.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«