BMW X6: Nenn mich nicht SUV

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Handlicher Hightech-Sportwagen mit Durchzugskraft

Bei aller Größe, die beim Neuling behutsam um 2,6 Zentimeter in der Länge und 1,5 Zentimeter in der Breite gesteigert wurde, ist der X6 dabei ein durchaus handliches Auto. Das gilt vor allem dann, wenn das Straßengewirr und der Münchner Dauerstau abgehakt ist und sich der Bayer auf wenig befahrenen, kurvenreichen Kreisstraßen im Rahmen geltender Regeln austoben kann. Die Elektronik findet immer die richtige der acht Stufen der Automatik, die die gewaltige Durchzugskraft gerade am wirkungsvollsten zur Geltung bringt.

Dank Luftfederung sind Bodenwellen und Schlaglöcher nicht wirklich existent, dank Allradantrieb gibt es dort ausreichend Bodenhaftung, wo sie gerade gebraucht wird. Und dank der exzellenten Lenkung, lässt sich der X6 um den Finger wickeln wie ein Kompakter. Dass BMW seinen Kunden stets perfekte Bremsen liefert, kann nicht wirklich überraschen.

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Das gilt auch für das Ambiente im Innenraum, der sich durchaus mit dem einer Luxuslimousine wie dem Siebener messen kann. Das virtuelle Cockpit mit seiner auf Wunsch eigenwilligen Tempoanzeige, das gestochen scharfe Head-Up-Display, das wichtige Infos in die Frontscheibe spiegelt oder der mittige Zentralmonitor – so kennt und schätzt man seinen BMW.

Hinzu kommt die hohe Kunst heutiger Assistenzsysteme, die der X6 je nach Kauflust seiner Kunden an Bord haben kann. Ein Zusammenspiel von Kameras, Radar- und Ultraschallsensoren hat das Umfeld, aber auch das Treiben des Fahrers im elektronischen Blick. Wobei BMW-Enthusiasten die Übernahme von erkannten Tempolimits in den Abstandstempomaten wohl eher zähneknirschend hinnehmen werden. Dafür aber länger ihren Führerschein behalten.

Bei diesem Paket an fraglos faszinierendem Hightech in Motorraum und Bordcomputer fällt eine nüchterne Bilanz des neuen X6, ob man ihn nun SAC oder SUV nennt, nicht leicht. Ein teurer Sportwagen mit Langstreckenkomfort für die ganze Familie oder ein Statussymbol für Besserverdiener, die noch in der alten Welt der Kraftprotze leben? Die meisten X6 sind in den USA, China und Russland unterwegs, unsere Kritiker dieser Art von Autos werden wohl lange am Straßenrand ihre Plakate hochhalten müssen, bis so ein BMW dort mal vorbeikommt.

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