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Brandgefahr: Rückruf für Hyundai Ioniq und Kia Niro

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

Eine innere Undichtigkeit in der hydraulischen Kupplungsbetätigung kann zu einem Kurzschluss und in der Folge zu einem Brand führen. Davon betroffen sind Modelle die zwischen November 2016 und September 2017 vom Band liefen.

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(Bild: Kia / Hyundai)

Hyundai und seine Tochter Kia rufen ihre (Plugin-)Hybridvarianten des Ioniq und Niro wegen Brandgefahr zurück. Laut Kia Motors Deutschland GmbH muss von den weltweit über 44.000 betroffenen Einheiten des Niro etwa jede zehnte in eine deutsche Vertragswerkstatt kommen. Hyundai nannte mit 2.135 betroffenen Fahrzeugen nur die Zahl für Deutschland.

Die Hersteller gehen davon aus, dass nur bei 0,5 Prozent der Fahrzeuge das Problem mit der hydraulischen Kupplungsbetätigung tatsächlich vorliegt. „Durch eine interne Undichtigkeit, aufgrund einer beschädigten Dichtung am Gehäuse des hydraulischen Kupplungsstellantriebs, kann es unter ungünstigen Umständen zu einer elektrischen Fehlfunktion im Kupplungsstellantrieb kommen“, erläuterte der Kia-Sprecher das Fehlerbild. Dies werde durch die Motorkontrollleuchte angezeigt.

Im Warnhinweis des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist zusätzlich davon die Rede, dass es zu einem Kurzschluss und in der Folge zu einem Brand kommen kann. Weder Hyundai noch Kia seien aber technische Ausfälle oder entstandene Unfälle bekannt, betonten beide Sprecher.

Die nun zurückgerufenen Modelle liefen zwischen 1. November 2016 und 20. September 2017 vom Band. Die Vertragswerkstatt überprüft die Phasenkappen am hydraulischen Kupplungsstellantrieb und verbaut einen Reparatursatz mit optimierten Phasenkappen. Sollte bereits eine Kontaminierung mit Bremsflüssigkeit feststellbar sein, erfolgt ein Ersatz des hydraulischen Kupplungsstellantriebs. Nach der etwa einstündigen Reparatur erfolgt ein Eintrag im Serviceheft und im Garantiesystem des Herstellers mit dem Aktionscode „181032“ (Kia) oder „80C021“ (Hyundai).

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist