Verband der Internationalen Autohersteller Bundesverkehrsminister Schnieder beim VDIK

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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VDIK-Präsident Imelda Labbé konnte beim Berliner Abend diesmal Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder begrüßen. Im Vorfeld wählten die Mitglieder den Vorstand neu.

Ute Bonde, Berliner Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt,  VDIK-Präsidentin Imelda Labbé und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.  (Bild:  VDIK)
Ute Bonde, Berliner Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, VDIK-Präsidentin Imelda Labbé und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.
(Bild: VDIK)

Beim Berliner Abend des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) haben Vertreter aus Politik und Branche über die Transformation der Mobilität diskutiert. VDIK-Präsidentin Imelda Labbé begrüßte unter anderem Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sowie die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde.

Labbé betonte die Notwendigkeit koordinierter Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen, um den Wandel hin zur Elektromobilität und künftig auch zum autonomen Fahren voranzubringen. Erforderlich sei ein umfassender Masterplan unter Einbeziehung aller relevanten Akteure, einschließlich der Energiewirtschaft.

Zugleich äußerte der Verband Kritik an aktuellen europäischen Regulierungsvorhaben. Zu umfangreiche Vorgaben könnten zusätzliche Bürokratie verursachen und sowohl Hersteller als auch Behörden belasten.

Teilweise seien Anforderungen unter den derzeitigen Produktionsbedingungen in Europa nur mit hohen Kosten umsetzbar, was sich auf die Bezahlbarkeit von Mobilität auswirken könne. Der VDIK plädiert daher für eine stärkere Interessenvertretung der Bundesregierung auf EU-Ebene sowie für eine stärkere Ausrichtung auf Innovationsförderung.

Bundesverkehrsminister Schnieder lehnt Flottenquoten ab

Positiv bewertet wurden Fortschritte bei der Digitalisierung von Fahrzeugzulassung und -papieren sowie erste Schritte zum Bürokratieabbau. Auch Signale zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland wurden als wichtig eingeordnet, zugleich sieht der Verband weiteren Handlungsbedarf.

Bundesverkehrsminister Schnieder sprach sich für einen beschleunigten Ausbau der Ladeinfrastruktur in Europa aus und verwies auf bestehende Förderprogramme. Der Bund stellt dafür insgesamt 500 Millionen Euro für öffentliche Ladepunkte, Betriebshöfe, Depots und Mehrparteienhäuser bereit. Zudem müsse beim autonomen Fahren der Übergang von Pilotprojekten in die breite Anwendung gelingen.

Kritisch äußerte sich Schnieder zum Vorschlag der EU-Kommission zur Dekarbonisierung von Unternehmensflotten. Verbindliche Flottenquoten für saubere Fahrzeuge lehnte er ab.

Die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde verwies auf Fortschritte beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Hauptstadt. Künftig komme es darauf an, ergänzend attraktive Serviceangebote für die Elektromobilität zu schaffen. Im autonomen Fahren sieht sie zudem Potenziale für den Wirtschafts- und Industriestandort Berlin.

Jens Schulz als neuer Vizepräsident

Im Rahmen der VDIK-Mitgliederversammlung wurde der Vorstand teilweise neu gewählt. Im Amt bestätigt wurden Präsidentin Imelda Labbé sowie Bernhard Kaplan (Mazda), Vincent Ricoux (Stellantis) und Jan-Kas van der Stelt (Jaguar Land Rover) für jeweils zwei weitere Jahre. Für ein Jahr nachgewählt wurden Frank Barwasser (Skoda) und Jens Schulz (Mitsubishi), der zugleich als Vizepräsident fungiert.

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