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Carwow: Marktanteil bis zu fünf Prozent – je nach Marke

| Autor: Martin Achter

Das Münchner Start-up vermittelt Händlern konkrete Kaufanfragen von Neuwagenkunden. Je nach Marke sorgt Carwow damit bundesweit für bis zu fünf Prozent aller monatlichen Neuzulassungen des jeweiligen Fabrikats. Auch der Anteil am Gesamtmarkt ist beachtlich.

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Carwow-Geschäftsführer Philipp Sayler von Amende: Die Neuwagenlead-Plattform steht mittlerweile für bundesweit 1,7 Prozent aller privaten Neuzulassungen.
Carwow-Geschäftsführer Philipp Sayler von Amende: Die Neuwagenlead-Plattform steht mittlerweile für bundesweit 1,7 Prozent aller privaten Neuzulassungen.
(Bild: Achter / »kfz-betrieb«)

Die 2016 in Deutschland gestartete Neuwagenlead-Plattform Carwow wird von Privatkäufern rege genutzt. „Im Januar haben wir bei unseren Top-Marken einen Marktanteil von bis zu fünf Prozent erreicht“, sagte Geschäftsführer Philipp Sayler von Amende im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Über alle auf der Plattform vertretenen 32 Automarken hinweg waren zum Jahresstart demnach 1,7 Prozent aller privaten Neuzulassungen in Deutschland auf Kaufanfragen zurückzuführen, die Carwow Händlern vermittelte.

Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden im Januar in Deutschland 265.702 Fahrzeuge neu zugelassen. Bei rund einem Drittel oder knapp 87.950 Anmeldungen handelte es sich demnach um Zulassungen privater Halter. 1,7 Prozent davon entsprechen einer absoluten Zahl von gut 1.500.

Carwow habe im Januar 2019 knapp zwei Millionen Fahrzeugangebote verschickt; im Vorjahresmonat seien es knapp 400.000 gewesen, berichtete der Geschäftsführer. Die Zahl der Angebote habe sich also verfünffacht.

Auf der Onlineplattform können Kunden Neuwagen nach ihren Wünschen konfigurieren und per Klick Neuwagenangebote von Autohäusern anfordern. Die Interessenten erhalten dann Angebote von fünf Händlern, die die Plattform – beispielsweise aufgrund der regionalen Nähe – als relevante Ansprechpartner für die Endverbraucher auswählt. Die Angebote werden automatisch erstellt und an die Kaufinteressenten verschickt. Händler müssen zuvor ihre Konditionen hinterlegen.

Daten von Interessenten erhalten die Autohäuser erst dann, wenn diese Personen konkret den Kauf auf das entsprechende Angebot hin in Erwägung ziehen. Laut Angaben von Carwow konfigurieren die Nutzer im Schnitt vier Fahrzeuge; dies tun sie über drei Automobilmarken hinweg.

32 Marken auf Carwow vertreten

Nach Einschätzung von Philipp Sayler von Amende hat für die gestiegene Reichweite der Plattform unter anderem gesorgt, dass Carwow mehr Händler gewonnen hat. Auch sei die Zahl der auf Carwow vertretenen Marken 2018 von 14 auf 32 gestiegen. Neu hinzugekommenen seien beispielsweise Mercedes-Benz, Porsche, Peugeot, Citroën, Fiat, Jeep, Alfa Romeo, Honda und Mitsubishi. 26 der 30 größten Händlergruppen Deutschlands seien auf Carwow mit mindestens einem Standort aktiv, erklärte von Amende.

Carwow hatte 2016 in Deutschland das Geschäft aufgenommen. Stammsitz des Unternehmens ist Großbritannien.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«