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Chevrolet Camaro: Sportliche US-Ikone

Autor / Redakteur: Jens Meiners / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Noch ein paar Monate kann der Ford Mustang ungestört seine Runden drehen. Doch im Frühjahr droht dem Pony Car neue alte Konkurrenz. Chevrolet schickt den Camaro in Deutschland ins Rennen.

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Chevrolet schickt die Neuauflage des Camaro nach Deutschland.
Chevrolet schickt die Neuauflage des Camaro nach Deutschland.
(Foto: Jens Meiners)

Der Dauerkampf zwischen Ford Mustang und Chevrolet Camaro geht in die nächste Runde. Nachdem Ford im vergangenen Jahr einen weitgehend neuen Mustang vorgelegt hat, zieht Chevrolet mit einem von Grund auf neu entwickelten Camaro nach.

Während der Mustang bei gleichem Radstand nochmals gewachsen ist, ist der Camaro geschrumpft – und leichter geworden. Zwar ist der 2+2-Sitzer noch immer ein relativ großes Auto: Mit 478 cm Länge, 190 cm Breite und 135 cm Höhe nimmt er die Verkehrsfläche einer ausgewachsenen Limousine ein. Aber die Distanz zum Vorgänger macht sich trotzdem deutlich bemerkbar. Der Camaro ist zwar noch immer kein Wunder an Übersichtlichkeit, aber er lässt sich in der Stadt besser dirigieren, vor allem jedoch auf engen Landstraßen sehr viel präziser positionieren.

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Mit dem V6-Motor ist der Camaro um stolze 133 Kilogramm leichter geworden; die Architektur ist eng mit dem Cadillac ATS verwandt. Karosserie und Fahrwerk wirken steif, und der Wagen ist viel agiler als der etwas schwerfällig wirkende Vorgänger – insbesondere dann, wenn der leichte Sechszylinder-Motor verbaut ist. Die Lenkung könnte etwas mehr Servo-Unterstützung vertragen, punktet jedoch mit präzisem Einlenken.

Das Fahrwerk des neuen Camaro gehört zum Besten, was derzeit gebaut wird. Das Modell kommt zunächst in drei Motorisierungen auf den Markt. Gefahren sind wir den 3,6-Liter-V6 mit 250 kW/340 PS und den 6,2-Liter-V8 mit 461 PS, der das SS-Modell (Supersport) antreibt. Im Angebot ist zudem ein (von uns noch nicht gefahrener) 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 205 kW/279 PS, später werden nochmals stärkere Varianten mit V8-Motoren nachgereicht.

Klangstarker Vortrieb

Auf der Piste schlägt sich der Sechszylinder hervorragend. Der Motor dreht aus dem Keller bis zu 7.000 U/min sauber hoch, wobei sich der kehlige Sound des Vierventilers ab 5.000 U/min in ein aggressives Schmettern verwandelt. Das maximale Drehmoment liegt bei 385 Nm, die bei 5.300 U/min erreicht werden. Ergebnis: Der Spurt auf 100 km/h dauert rund fünfeinhalb Sekunden, die Spitze dürfte bei 250 km/h liegen. Die Schaltung ist leichtgängig und präzise geführt; der sechste Gang ist als Schongang ausgelegt und empfiehlt sich vor allem für lange Autobahnetappen mit aktiviertem Tempomat, wo er Geräuschpegel und Verbrauch deutlich absenken kann.

Kann es der V8-Motor noch besser? Im Camaro SS wird die gleiche Maschine verbaut, die unter der Motorhaube der Corvette steckt; der 6,2 Liter große Zweiventiler leistet 339 kW/461 PS und stemmt wuchtige 617 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Doch trotz seiner Mehrleistung – die 100 km/h werden in knapp über vier Sekunden erreicht – bringt der V8 kein entscheidendes Plus an Fahrspaß, was auch an der etwas träge agierenden Achtgang-Wandlerautomatik liegt, mit der unser Testfahrzeug ausgestattet war.

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