Citroën C3: Stadtauto unter Erfolgsdruck

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Bei so viel digitaler Technik spielt der analoge Maschinenbau fast nur noch eine untergeordnete Rolle. Zumindest aber treibt er den C3 an, und dies sogar recht flott und komfortabel. Benziner gibt es in den Leistungsstufen 68, 82 und 110 PS. Alle sind Dreizylinder. Auf den Diesel wollte Citroën noch nicht verzichten, schließlich braucht man dessen niedrigen CO2-Werte, um den Flottenausstoß zu verringern.

Der BlueHDi hat 1,6 Liter Hubraum und entweder 75 oder 99 PS. Der Normverbrauch liegt bei nur 3,2 und 3,7 l/100 km. Vergessen werden sollte dennoch nicht, dass der Selbstzünder über 2.500 Euro Aufpreis kostet und es sehr lange dauert, bis man die teurere Anschaffung über den Verbrauchsvorteil wieder eingefahren hat. Der C3 ist ein Stadt-, kein Langstreckenfahrzeug.

Citroën C3: Frecher Franzose
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Das überzeugendere Gesamtbild liefert daher der 110-PS-Turbobenziner ab, mit 4,7 l/100 km sogar noch eine Spur sparsamer als seinen Saugmotor-Kollegen mit 68 und 82 PS. Der Grund: sein fast doppelt so hohes Drehmoment, das auch noch bei viel niedrigerer Drehzahl (1.500 gegenüber 2.750/min) anliegt.

Beides zusammen macht den C3 zu einem quirligen Kerlchen, der sich zudem leicht, aber etwas indirekt lenken lässt, weich federt und insgesamt sehr ruhig fährt. Hektik ist diesem Auto fremd. Größter Nachteil: Der Motor hängt an der höchsten Ausstattungslinie „Shine“, die den C3 zwar zum kleinen Luxus-Mini werden lässt, aber auch 17.990 Euro kostet, 50 Prozent mehr als das Grundmodell.

Wenig Spaß beim Beladen

Weniger Mühe haben sich die Entwickler leider beim Package für die Rücksitze gegeben. Für eine besondere Variabilität war die Marke früher berühmt. Nun lassen sich lediglich die Lehnen umklappen und bilden dabei noch nicht mal eine ebene Ladefläche. Zudem gibt es eine Stufe, aber keinen variablen Ladeboden. Auch das Hieven von Getränkekisten über eine fast 20 Zentimeter hohe Kante dürfte auf wenig Freude stoßen.

Für Citroën ist der neue C3 enorm wichtig. Er macht gut 20 Prozent des gesamten Absatzes aus und ist der Bestseller der Marke. Seit der ersten Generation (2002) liefen über 3,5 Millionen Exemplare von den Bändern. Mit dem neuen C3 soll und muss diese Erfolgsgeschichte fortgesetzt werden.

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