Coronavirus: Opel-Werke in Rüsselsheim und Eisenach schließen

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Das Coronavirus legt die Autobranche zunehmend lahm. Wie der französische Konzern PSA am Montag mitteilte, schließt er bis zum 27. März insgesamt 15 Werke in Europa. Auch Opel-Fabriken in Deutschland sind davon betroffen.

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Der Opel-Stammsitz bleibt von Dienstag an bis zum 27. März geschlossen.
Der Opel-Stammsitz bleibt von Dienstag an bis zum 27. März geschlossen.
(Bild: Opel)

Der Opel-Mutterkonzern PSA schließt wegen der Covid-19-Pandemie in den kommenden Tagen 15 Autofabriken in Europa. In Deutschland sind vom morgigen Dienstag an die Standorte Rüsselsheim und Eisenach betroffen, wie der Hersteller am Montag in Rueil-Malmaison bei Paris mitteilte. Die Schließungen sollen bis zum 27. März dauern.

PSA führte als Gründe Unterbrechungen in der Zulieferkette und einen deutlichen Rückgang auf den Automobilmärkten an. Betroffen sind auch Standorte in Spanien, Frankreich, Portugal, Großbritannien und in der Slowakei.

Zuvor hatte bereits Fiat Chrysler angekündigt, seine europäische Produktion drastisch herunterzufahren. Mit dem italienisch-amerikanischen Konzern bereitet sich PSA derzeit auf eine Fusion vor.

Auch VW in der Slowakei macht zu

Volkswagen hat sich entschieden, die Produktion in allen drei Werken in der Slowakei vorübergehend stillzulegen. Das bestätigte die Sprecherin von Volkswagen Slovakia, Lucia Kovarovic Makayova, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Firmenleitung wolle damit die Mitarbeiter vor einem Infektionsrisiko schützen und einen Beitrag zur Verlangsamung der Coronavirus-Ausbreitung leisten. „Den Konzern um eine Unterbrechung der Produktion zu ersuchen, betrachten wir unter den aktuellen Umständen als die verantwortungsvollste Lösung“, erklärte der Unternehmensvorstand in Bratislava.

Am Montag waren die Standorte in Bratislava, Martin und Stupava zunächst noch in Betrieb geblieben. Dies sei notwendig gewesen, um eine schrittweise und geordnete Stilllegung der Produktion zu ermöglichen, begründete dies die Firma. Volkswagen Slovakia ist mit rund 15.000 Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber der Slowakei. Innerhalb des weltweiten Volkswagen-Konzerns nimmt vor allem der Standort Bratislava eine Schlüsselposition ein, weil dort Autos von fünf Marken des Konzerns zugleich hergestellt werden und das Werk bei Bedarf in der Lage ist, auch Produktionen anderer internationaler Standorte zu übernehmen.

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