Cupra Facelift für Formentor und Leon betont Eigenständigkeit der Marke

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die beiden Bestseller von Cupra erhalten eine optische und technische Überarbeitung. Im Ergebnis sind Formentor und Leon nun noch markanter gezeichnet. Als logische Konsequenz wird nun die Cupra-Designabteilung komplett eigenständig. Und natürlich wachsen die Verkaufserwartungen.

Cupra hat seinem Bestseller Formentor (Foto) ein Facelift spendiert, dem Cupra Leon ebenfalls.(Bild:  Seat S.A.)
Cupra hat seinem Bestseller Formentor (Foto) ein Facelift spendiert, dem Cupra Leon ebenfalls.
(Bild: Seat S.A.)

Die spanischen Marken Seat und Cupra setzen den Erfolgskurs des Vorjahres fort. Nachdem der Hersteller, die Seat S.A., für das Jahr 2023 bereits einen Umsatzrekord vermeldet hatte, ist er nun mit einem weiteren Rekordergebnis ins Jahr 2024 gestartet. Gewinn (226 Mio. Euro/+57 % zum Vorjahresquartal) und Umsatzrendite (5,9 %/+1,9 Punkte) kletterten auf Höchststände. Dass es weiter aufwärtsgehen soll, ist dabei gesetzt. Derzeit schärft vor allem Cupra nach. Die junge Marke hat jüngst die überarbeiteten Versionen der Modelle Leon und Formentor vorgestellt.

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„Der Formentor und der Cupra Leon haben beide maßgeblich zum Erfolg der Marke beigetragen“, sagte Cupra-Chef Wayne Griffiths während der Vorstellung der überarbeiteten Modelle Ende April in Madrid. Im laufenden Jahr wird es dabei nicht bleiben: Zwei komplett eigenständige Modelle – Tavascan und Terramar – werden das Cupra-Portfolio im Laufe des Jahres deutlich verbreitern.

Allein der Formentor sorgte im vergangenen Jahr mit 120.100 Auslieferungen weltweit (+23,0 % zu 2022) für gut die Hälfte der Cupra-Auslieferungen. Der Cupra Leon ist dagegen wie auch der Cupra Ateca (noch) eine Ableitung der gleichnamigen Seat-Modelle. Mit der nun erfolgten Überarbeitung entfernt sich auch der Cupra Leon weiter von seinem Ursprung, damit auch er „starke Emotionen wecken und die außergewöhnliche Verbindung zu unserem Cupra Tribe stärken“ kann, wie Griffiths sagte.

Shark-Nose-Optik und eigene Design-Abteilung

Konkret erhalten Formentor und Leon nun das sogenannte Shark-Nose-Design (Hai-Nase), in dem das Cupra-Logo in der Mitte der Kühlerhaube quasi die Nasenspitze ist, die von scharf gezeichneten Frontstrukturen hin zu den beiden dreieckigen Matrix-LED-Leuchten eingerahmt wird. Neue matte Lacke wie Century Bronze oder Enceladus Grey sollen die Eigenständigkeit und den Charakter der Modelle zusätzlich unterstreichen.

Auch der Innenraum wurde angepasst, weiter digitalisiert und mit neuen Materialien, insbesondere recycelten Fasern, aufgewertet. Ein verbessertes Human Machine Interface (HMI) ist im digitalen Cockpit hinter dem Lenkrad eingezogen. Dazu kommt ein größeres 12,9-Zoll-Infotainmentsystem mit einem beleuchteten Schieberegler. Im Zusammenhang mit der Vorstellung der Veränderungen kündigte Griffiths die Gründung einer eigenen Design-Abteilung für Cupra an.

Antriebsseitig gibt es für Formentor und Cupra Leon grundsätzlich vier Möglichkeiten: TSI (Benzin), Mildhybrid (E-TSI), TDI (Diesel) und E-Hybrid (Plug-in-Hybrid). Letzterer leistet 200 kW/272 PS mit einer rein elektrischen Reichweite von über 100 Kilometern und ist jetzt mit bis zu 50 kW Gleichstrom zu laden. Exklusiv für beide Modelle ist zudem eine neue Version mit Benzinmotor (TSI) erhältlich, die 245 kW/333 PS leistet und mit Torque-Splitter-Technologie und Akebono-Bremsen ausgestattet ist.

Absatzwachstum bei beiden Fabrikaten

Die Facelifts werden in den internen Planungen eine wichtige Rolle spielen für das von Unternehmenschef Griffiths ausgegebene Ziel, „ein noch stabileres Betriebsergebnis und eine höhere Umsatzrendite zu erzielen“. Die Zahlen der Quartalsbilanz sind bereits jetzt das Ergebnis gestiegener Auslieferungen. Zwischen Januar und März wurden 138.600 Fahrzeuge an Kunden übergeben, ein Plus von 10,7 Prozent. Der Marktanteil von Seat und Cupra in Westeuropa kletterte von 3,5 auf 3,8 Prozent.

Wachstumstreiber war einmal mehr speziell Cupra. Die Marke lieferte in den ersten drei Monaten des Jahres 56.600 Fahrzeuge aus, 21,4 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2023. Seat kam auf 81.900 Auslieferungen – immerhin ein Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

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