Mehrere Bereiche betroffen Cyber-Attacke auf die Emil-Frey-Gruppe

Von Yvonne Simon

Die Emil-Frey-Gruppe ist von einer Cyber-Attacke betroffen, und das in mehreren Bereichen des operativen Geschäfts. Auch bei Mitsubishi kommt es zu Beeinträchtigungen. Der Schadenumfang wird noch ermittelt.

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Die deutsche Website der Emil-Frey-Gruppe ist aktuell nur eingeschränkt erreichbar.
Die deutsche Website der Emil-Frey-Gruppe ist aktuell nur eingeschränkt erreichbar.
(Bild: Screenshot/emilfrey.de)

Die Emil-Frey-Gruppe ist Opfer eines Cyber-Angriffs. Wie das Unternehmen am Mittwoch in wenigen Zeilen bekannt gab, sind „einige Bereiche“ der operativen Tätigkeit betroffen. Aktuell ist die deutsche Website nur eingeschränkt erreichbar.

Die Gruppe habe die zuständigen Behörden informiert und arbeite „mit internen und externen Spezialisten daran, den Schadenumfang festzustellen und Lösungen zu finden“. Weitere Informationen möchte das Unternehmen erst veröffentlichen, wenn die Abklärungen abgeschlossen sind.

Die Emil-Frey-Gruppe hat ihren Stammsitz in Zürich. In Deutschland verfügt sie im Einzelhandel über 15 operative Gesellschaften, die 80 Autohäuser betreiben und 24 Fabrikate vermarkten. Jährlich verkauft das Unternehmen rund 130.000 Fahrzeuge – so viele, wie hierzulande kein anderer Händler. Die Gruppe ist darüber hinaus in Deutschland als Importeur der Marken Subaru und Mitsubishi tätig. Über alle Unternehmensbereiche hinweg beschäftigt Emil Frey in der Bundesrepublik nahezu 5.000 Mitarbeiter.

Digital hatte das Unternehmen zuletzt kräftig aufgerüstet. Im März 2020 eröffnete die Gruppe ihr digitales Autohaus, inklusive virtueller Beratung und Haustürlieferung sowie digitaler Ankaufstrecke. Aktuell werden im Fahrzeugmarkt keine Fotos ausgespielt und ein Log-in ist nicht möglich.

Auch Mitsubishi betroffen

Von der Attacke betroffen ist auch Mitsubishi Motors Deutschland. Der Importeur sei an die Systeme der Gruppe angeschlossen, erklärte ein Sprecher auf Nachfrage. Derzeit prüfe der Importeur, inwiefern verschiedene Systeme betroffen seien, und stehe dazu auch im Austausch mit dem Handel.

Dieser Beitrag wird aktualisiert, wenn weitere Informationen vorliegen.

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