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Dacia startet Onlineverkauf

Autor: Christoph Baeuchle

Die Renault-Billigmarke Dacia verkauft ihre Modelle im Onlineshop. Der Importeur hat das Projekt gemeinsam mit dem Händlerverband umgesetzt.

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Der Händlerverband betont, dass es sich bei Dacia um keinen Direktvertrieb handelt.
Der Händlerverband betont, dass es sich bei Dacia um keinen Direktvertrieb handelt.
(Bild: Renault)

Sandero, Duster und Co. gibt es bald online: Über einen Onlineshop können die Händler künftig ihre Bestandsfahrzeuge anbieten. Ursprünglich wollte Dacia am heutigen Freitag seinen neuen Onlineshop eröffnen, nun hat ein Dienstleister der Marke noch einen Strich durch die Rechnung gemacht: „Wir werden den Onlineshop in den nächsten Tagen eröffnen“, kündigt Renault-Vorstand Martin Zimmermann gegenüber »kfz-betrieb« an.

Zu den mit dem Projekt verbundenen Zielen äußerte sich Zimmermann nicht. Man werde in den nächsten Monaten sehen, wie der Onlinevertrieb angenommen werde. An einer Ausweitung auf die Kernmarke Renault arbeite das Unternehmen derzeit nicht.

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Renault Deutschland hat den Shop gemeinsam mit dem Verband Deutscher Dacia- und Renault-Partner (VDRP) umgesetzt. Dem Verband sei es sehr wichtig gewesen, in die Konzeption einbezogen zu werden, schreibt der VDRP in einem internen Schreiben an seine Partner, das »kfz-betrieb« vorliegt. Es sei positiv zu bewerten, dass der Hersteller nicht über den Handel hinweg eine Onlineplattform installiert habe, ohne die Interessen des Handels ausreichend zu berücksichtigen.

Gleichwohl war aus dem Händlernetz auch Kritik zu hören, zumal bei dem Projekt noch viele Fragen offen seien. Dazu gehört beispielsweise der Umgang mit Tageszulassungen und Vorführwagen, die bislang nicht einbezogen sind. In einem Webinar habe der Hersteller einige Fragen zum neuen Onlineshop nicht beantworten können, berichtet ein Renault-Partner.

Verband betont: Kein Direktvertrieb

Um über den neuen Onlineshop zu verkaufen, müssen sich die Dacia-Händler zunächst anmelden. Sie können dann auf einer Liste verfügbarer Bestandsfahrzeuge angeben, welche Fahrzeuge zu welchem Preis sie im Netz verkaufen wollen. Hinzu kommen die individuellen Überführungskosten.

In seinem Schreiben betont der Verband, dass es „sich nicht um einen Direktvertrieb seitens RDAG, sondern um konkrete Angebote der einzelnen teilnehmenden Händler handelt“. Der Kaufprozess finde zwischen Kunde und Händler statt, wobei der Kunde die Möglichkeit habe, das Fahrzeug als Bargeschäft zu kaufen oder zu finanzieren.

Bereits Ende vergangenen Jahres hat Dacia in Großbritannien einen Onlineshop eröffnet. Erste Versuche mit dem Onlinevertrieb machte Dacia 2011 in Italien, allerdings wurden diese nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

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