Deutscher Werkstattpreis 2026

Das sind die zehn besten freien Werkstätten des Jahres

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Schawe Car Design: Auch Brabus-Fahrzeuge kann man noch veredeln

Augenfutter hatte es beim Autohaus Voss eigentlich genug gegeben – zumindest für den oldtimeraffinen Teil der Jury (doch wer ist das nicht). Aber auch beim nächsten Top-Betrieb, Schawe Car Design in Waltrop, kamen wir aus dem Staunen nicht so schnell heraus.

Das begann schon beim Betriebsgebäude, einen modernen schwarzen Kubus, der allerdings von außen nur sehr zurückhaltend gekennzeichnet war. Was dieses Versteckspiel für einen Sinn hatte, wurde uns nach der Einfahrt schnell klar. Hier stehen nur Mercedes-, AMG- und Brabus-Modelle, jeder einzelne mit sechsstelligem Wert.

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Die Gründer Daniel Wesner und Marc Schammert habe sich auf die optische Veredelung und technische Optimierung von High-End-Fahrzeugen spezialisiert. Der Fahrzeugservice fokussiert sich ausschließlich auf Mercedes-Benz. Viel lieber tüfteln die beiden Unternehmer und ihr Team aber an neuen Nachrüstmöglichkeiten, Designverbesserungen und Motor- und Fahrwerktuning für eine leidenschaftliche und zahlungskräftige Kundschaft. Ein ungewöhnliches, aber inspirierendes Unternehmenskonzept.

Sportwagenwerk: „Ich war mit den Prozessen im Porsche-Zentrum unzufrieden“

Und so ging es am nächsten Tag direkt weiter. Denn mit dem Sportwagenwerk aus Neuss hatte sich ein weiterer Spezialist für eine Stuttgarter Edelmarke ins Top-Ten-Feld vorgekämpft. Geschäftsführer Maximilian Schreiber und Werkstattleiter Bastian Urban kannten sich aus dem Porsche-Handel und und wollten es anders machen als dort – und besser. „Die Alternative zum Porsche-Zentrum“ ist denn auch ihr Motto.

Der 2018 gegründete Betrieb befindet sich bislang in einem Hinterhof (demnächst zieht das Unternehmen um) und teilt sich das Gebäude mit einer anderen freien Werkstatt. Doch die Werkstatt sieht aus wie das private Refugium eines sehr solventen Hobbyschraubers – man könnte buchstäblich vom Boden essen. Angenehm fand die Jury auch die bodenständige und nahbare Art der Chefs und des Teams. Und das ist wohl auch der Grund für den Erfolg: „Zu uns kommen Leute, die unglücklich sind mit ihrem Autohaus.“ Schon ein Dreivierteljahr nach der Gründung verzeichnete das Unternehmen 500 Kunden, heute sind es 2.000. Die Vorlaufzeit beträgt zwei Monate.

Penders: „Hier wird gearbeitet, das darf man sehen“

Einen etwas anderen optischen Eindruck bot das Autohaus Penders im nahen Mönchengladbach. „Hier wird gearbeitet, das darf man auch sehen“, kommentierte Geschäftsführer Reiner Penders, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Sohn Daniel führt. Penders hat sich als freier Mercedes-Benz-Experte etabliert und sich ein umfangreiches technisches Know-how erarbeitet. Das Unternehmen kann auch komplexe Diagnose- und Reparaturarbeiten durchführen. Zusätzlich vertreibt und repariert Penders Nutzfahrzeuge der Marke Fuso und hat sich mit einem zweiten Standort und dem Vertrieb von Wohnmobilen ein weiteres Geschäftsfeld erschlossen.

Vom rustikalen Aussehen des Stammbetriebs darf man sich also nicht täuschen lassen. Die Google-Bewertungen sind top (4,9 Sterne), und die beiden Geschäftsführer denken strategisch und entwickeln ihr Unternehmen zielsicher weiter.

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