Vom Sportwagen-Schmuckkästchen im Hinterhof bis zum Handelsbetrieb mit Hunderten Neuwagen vor der Tür: Die Vielfalt der zehn besten Bewerber beim Deutschen Werkstattpreis ist wieder enorm. Begleiten Sie uns auf unserer Rundreise durch Deutschland und lernen Sie die Top Ten kennen!
Der Festsaal im Vogel Convention Center wartet auf seine Gäste – die Top-Betriebe beim Deutschen Werkstattpreis 2026.
(Bild: Stefan Bausewein)
Der Deutsche Werkstattpreis ist jedes Jahr aufs Neue eine Wundertüte. Denn die unternehmerische Vielfalt unter den freien Werkstätten ist enorm: Da gibt es den klassischen Rundum-Dienstleister, aber auch die komplett auf eine Marke oder gar nur ein Modell geeichte Spezialwerkstatt. Da gibt es Ein-Mann-Betriebe ebenso wie Großunternehmen mit mehreren Standorten. Und natürlich gibt es Traditionsfirmen, die seit Jahrzehnten familiengeführt sind, aber auch – und das macht am meisten Mut – junge Unternehmensgründer.
Die Jury, der neben der Redaktion von »kfz-betrieb« Fachleute der Sponsoren Aumovio Aftermarket, GTÜ, LKQ DACH und Würth angehören, konnte sich also auf eine spannende und kurzweilige Rundreise freuen. In diesem Jahr fanden sich die zu besuchenden Unternehmen alle in der Mitte Deutschlands, allerdings gut verteilt zwischen Mönchengladbach im äußersten Westen und Finsterwalde im fernen Osten der Republik. Nur einen Ausreißer gab es: Für das Autohaus Sand Jensen fuhren wir bis in den äußersten Norden des Landes – nach Flensburg.
Los ging es in der Klassikerstadt Weimar bei Formen Cars. Inhaber Christian Rau hat schon während seiner Ausbildung in einer angemieteten Halle angefangen, nebenbei zu schrauben. „Das ist dann etwas ausgeartet“, erinnert er sich heute schmunzelnd.
Im Jahr 2006 meldete er ein Gewerbe an und brachte sich die Grundlagen des Unternehmertums selbst bei – und mithilfe kompetenter Kunden, beispielsweise eines Rechtsanwalts. Zehn Jahre später zog er aus der gemieteten Halle in einen neu gebauten Betrieb, und wieder zehn Jahre später, zum Jurybesuch, präsentierte er sich hier als abgeklärter und erfolgreicher Unternehmer, der sich als erster in seiner Region auf Elektroautos spezialisiert hat und heute deshalb viele Tesla-Fahrer in seiner Kundschaft hat. „E-Eutos bieten viel Reparaturpotenzial“, betont Christian Rau. „Man muss nur anders verkaufen.“ Sein Lebensmotto lautet: „Niemals stehenbleiben“.
AHL: „Alle sind positiv verrückt“
Stehenbleiben durfte auch die Jury nicht. Denn am gleichen Tag wartete noch ein weiterer Bewerber, das Autohaus Lehniger in Finsterwalde. Gleich auf den ersten Blick wurde klar: Das ist ein ehemaliges BMW-Autohaus. Doch zahlreiche optisch und technisch deutlich modifizierte Fahrzeuge auf dem Außengelände und im Schauraum zeigten, dass AHL sich auf ein zweites Tätigkeitsfeld spezialisiert hat: das Tuning.
Inhaber Jan Lehniger, in fünfter(!) Generation für das 140 Jahre alte Unternehmen zuständig, führt die Motorsportbegeisterung auf seinen Vater zurück, der in der DDR ein bekannter Rennsportler war. Jan Lehniger selbst gründete, nachdem er 2014 Geschäftsführer bei AHL geworden war, mit HPC (High Performance Cars) eine zusätzliche Marke für das Tuning- und Veredelungsbusiness.
„Der Job ist einfach abwechslungsreich. Heute kommt ein Golf VII, morgen ein M3“, berichtet der Chef. Die Begeisterung dafür ist dem sehr jungen Team anzumerken, dem Jan Lehniger eine „positive Verrücktheit“ attestiert. Trotzdem hat sich AHL die BMW-Kompetenz erhalten und kann auf alle Informationen, Diagnosemöglichkeiten und Teile des Münchner Konzerns zurückgreifen.
Fachtagung Freie Werkstätten 2026
Die Zukunftsplattform für markenunabhängige Kfz-Betriebe
Am 10. Oktober 2026 geht die Fachtagung Freie Werkstätten in die nächste Runde. In praxisnahen Vorträgen werden die Themen diskutiert, die freie Betriebe aktuell beschäftigen – vom freien Zugang zu Fahrzeugsystemen über Fahrassistenzsysteme bis hin zur Elektromobilität. Nutzen Sie die Chance, sich über neueste Entwicklungen zu informieren, mit Branchenkollegen zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und wertvolle Einblicke sowie praktische Lösungen für Ihren Arbeitsalltag zu gewinnen.
Lindners Boxenstop: In zehn Jahren von der Scheune zur Kette
Der nächste Teil der Rundreise begann mit einer extrem kurzen Anreise: Ganz in der Nähe von Würzburg, in Veitshöchheim, sitzt mit Lindners Boxenstop eine wiederum sehr ungewöhnliche freie Werkstatt. Sie sticht nicht nur durch ihr schnelles Wachstum hervor – in gut zehn Jahren von einer Scheune zu mittlerweile drei Standorten –, sondern auch durch ihr Konzept: Inhaber Markus Lindner hat sich auf gewerbliche Kunden spezialisiert und bietet diesen einen auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnittenen Service und weitere Dienstleistungen an, etwa eine digitale Fuhrparkverwaltung.
Markus Lindner beeindruckte die Jury aber darüber hinaus mit seinem Unternehmertum und seiner strategischen Denkweise. Nach dem bescheidenen Beginn mit 5.000 Euro Startkapital in einer Scheune hat er mittlerweile zwei freie Werkstätten übernommen und Anfang 2026 sogar ein Autohaus – einen VW-Servicepartner. Auch mit nun drei Standorten und mittlerweile 40 Mitarbeitern ist er noch längst nicht zufrieden.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.