„Der Jaguar-Land-Rover-Handel kämpft ums Überleben“

Autor Julia Mauritz

Von nicht bestellbaren Neuwagen über massive Probleme bei der Ersatzteilbestellung bis hin zu einem Händlernetz, das durch millionenschwere Investitionen in Bedrängnis geraten ist: Rolf Weinert, Vorstandsmitglied des Jaguar-Land-Rover-Händlerverbands (VDJL), nimmt Stellung zur Lage der Premiummarken.

Die Stimmung im Jaguar-Land-Rover-Händlernetz ist angespannt.
Die Stimmung im Jaguar-Land-Rover-Händlernetz ist angespannt.
(Bild: Hahn/»kfz-betrieb«)

Redaktion: Im August sind die Jaguar-Neuzulassungen um knapp 70 Prozent gesunken, die Land-Rover-Neuzulassungen um knapp 60 Prozent. Was sehen Sie als Grund für diesen Absturz?

Rolf Weinert: Ein Grund für diesen Rückgang ist sicher die augenblickliche Situation in sämtlichen Bereichen der Wirtschaft und die damit verbundene Kaufzurückhaltung. Die Frage, die wir uns als Händlerverband allerdings stellen, ist, warum verlieren wir im direkten Vergleich zu unseren Wettbewerbern? Wir stehen als Lieferant überwiegend großer Motoren und schwerer Fahrzeuge ohne Ausgleich durch kleinere Fahrzeuge ganz besonders im Fokus der CO2-Strafsteuer. Als Konsequenz hat sich der Hersteller entschieden, in diesen Bereichen regulierend einzugreifen.