Suchen

Der Kia Sportage ist der erste Kompakt-SUV mit 48-Volt-Hybrid

Autor: Jan Rosenow

Mit dem Facelift halten neue Dieselmotoren Einzug in Kias Bestseller. Der Zweiliter mit Mildhybrid soll zehn Prozent sparsamer sein als der Vorgänger.

Firmen zum Thema

Hoch hinaus: Mit moderner Antriebstechnik soll der Kia Sportage seinen Erfolgskurs fortsetzen.
Hoch hinaus: Mit moderner Antriebstechnik soll der Kia Sportage seinen Erfolgskurs fortsetzen.
(Bild: Jan Rosenow)

Der Sportage ist Kias wichtigstes Modell – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Hierzulande entfiel 2017 mit rund 15.000 Einheiten ein Viertel des Absatzes der Marke auf den Kompakt-SUV. Kein Wunder, dass die Koreaner dem Bestseller beim Facelift die modernste Technik spendierten, die dem Konzern zur Verfügung steht.

Ein Beispiel dafür ist der 48-Volt-Mildhybrid, den der Sportage als erster Vertreter seines Segments bekommt – hier zeigt er sogar den Konkurrenten aus deutschen Premiumhäusern eine lange Nase. Ein leistungsstarker Startergenerator ist per Riementrieb mit dem Motor verbunden. Er leistet 12 kW und bietet folgende Funktionen:

  • Schnellerer und komfortablerer Motorstart als mit einem herkömmlichen Anlasser
  • Motorstopp schon ab 30 km/h möglich
  • Drehmomentunterstützung beim Anfahren
  • Energierückgewinnung beim Bremsen (Rekuperation)

Den Spareffekt des Mildhybrids gegenüber dem Vorgängermotor gibt Kia mit rund zehn Prozent an. Allerdings dürfte dieser nicht ausschließlich auf das Konto der 48-Volt-Technik gehen, sondern auch der Weiterentwicklung in der Motorhardware (weniger Reibung, bessere Verbrennung) sowie der Getriebetechnik (jetzt acht statt sechs Gänge beim Wandlerautomaten) geschuldet sein.

Schneller vom Fleck dank Boost vom E-Motor

Was der Kunde allerdings sofort merkt, ist der größere Komfort beim Motorstart. In Sekundenbruchteilen und ohne Rütteln ist der Diesel wieder dienstbereit, wenn der Fahrer den Fuß von der Bremse nimmt. Dank 20 bis 30 Newtonmetern Unterstützung vom E-Motor kommt der Sportage beim Ampelstart schneller vom Fleck als viele Konkurrenten, die erst mühsam Ladedruck aufbauen müssen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Die 48-Volt-Technik ist vorerst exklusiv für den Zweiliter-Dieselmotor zu haben. 2019 ist ihr Einsatz auch im zweiten neuentwickelten Selbstzünder mit 1,6 Litern Hubraum geplant. Zusätzlich ist der Kia Sportage mit zwei Ottomotoren zu haben.

Alle Varianten befolgen die neueste Abgasnorm Euro 6d-Temp und sind entsprechend mit leistungsfähiger Abgasreinigungstechnik ausgestattet: die Diesel mit einer Kombination aus SCR-System und NOx-Speicherkat, die Benziner mit Dreiwegekat und Partikelfilter.

(ID:45399761)

Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group