Der Young- und Oldtimermarkt hat deutlich abgekühlt

Bei vielen verursachen sie Herzklopfen und Bauchkribbeln, stehen sie doch für eine Zeit, in der vieles scheinbar besser war: Young- und Oldtimer. Und dann war da ja noch die Sache mit der Kapitalanlage. Prächtig entwickelte sich das Geschäft mit Chrom und Rost auf Rädern in den letzten Jahren. 2016 jedoch kühlte es sich hierzulande im Handel erstmals ab. Ob da am Ende sogar etwas zu platzen droht?

| Autor: Steffen Dominsky

(Bild: picture alliance/APA/picturedesk.com)

Nicht immer, wenn es brennt, ist Feuer die Ursache. Es gibt zahlreiche Gründe und Stellen, warum und wo es am menschlichen Körper schmerzt. Bei den Fahrzeughändlern, die ihr Geld vor allem oder ausschließlich mit Klassikern verdienen, brennt es momentan am Gesäß – nämlich rechts, da wo das Portemonnaie sitzt. Denn seit Monaten passiert bei einigen von ihnen in Sachen Zuwachs zwischen den beiden Lederhälften kaum noch etwas – sie verkaufen schlichtweg weniger Autos.

Die ersten Symptome für einen sich hierzulande abkühlenden Young- und Oldtimermarkt zeichneten sich vor rund einem Jahr auf den beiden Großevents der Branche ab: den Messen Retro-Classics (März, Stuttgart) und Techno Classica (April, Essen). Plötzlich stockte die Fahrzeugpreisspirale, die seit einigen Jahren nur mehr eine Richtung kannte: steil nach oben wie eine Helix. Nicht dass die Preise gleich massiv fielen, aber sie stagnierten bzw. stiegen nur noch zaghaft. Doch das reichte aus, um die Branche seitdem gereizt sein zu lassen wie ein entzündeter Blinddarm.

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