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Deuvet: Oldtimer haben in Köln weiterhin freie Fahrt

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Der Dachverband der deutschen Young- und Oldtimerclubs hat die rheinische Stadtverwaltung überzeugen können: Fahrzeuge mit H-Kennzeichen dürfen auch in erweiterte Umweltzonen jederzeit einfahren.

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Mit dem Oldtimer in erweiterte Umweltzonen in Köln? Dank dem Deuvet kein Problem.
Mit dem Oldtimer in erweiterte Umweltzonen in Köln? Dank dem Deuvet kein Problem.
(Bild: dpa)

Ein Artikel im „Kölner Stadt-Anzeiger“ vom 4. August verunsicherte offenbar die Freunde der historischen Mobilität. Darin heißt es: „Die Stadtverwaltung in Köln wird die bereits bestehende Umweltzone vor allem um die rechtsrheinischen Stadtgebiete erweitern. Diese Maßnahme soll die Grenzwertüberschreitung von Abgasen und die damit eventuell möglichen Fahrverbote in einzelnen Straßen verhindern.“

Der Bundesverband Oldtimer-Youngtimer e. V., kurz Deuvet, begleitete nach eigenen Angaben die Entwicklung der Umweltzonen im Großraum Köln. Bei der Erstellung und Fortführung des Luftreinhalteplans wies er darauf hin, dass die Fahrzeuge mit H-Kennzeichen in ihrer geringen Anzahl und mit ihren niedrigen Jahresfahrleistungen nur unmerklich zur Gesamtbelastung beitragen, was auch eine offizielle BASt-Studie bestätigt. Das Amt für Verkehrsmanagement in Köln hat diese Argumente laut Deuvet aufgenommen. In der erweiterten Umweltzone gilt daher auch in Zukunft die bekannte Plakettenregelung, bei der Fahrzeuge mit grüner Plakette und die ihnen gleichgestellten Kraftfahrzeuge mit H- oder roten 07er-Kennzeichen bewegt werden dürfen.

Aber: Falls in anderen Städten Fahrverbotszonen eingerichtet werden, die nicht mit einer Umweltzone übereinstimmen, sind von diesen Fahrverboten Oldtimer mit H- und 07-Kennzeichen nicht ausgenommen. In derartigen Fällen kommt die Euro-Klassifizierung für Diesel (z. B. Euro 4 und schlechter) oder Benziner (z. B. Euro 1 und 2) zur Anwendung. „Daher begrüßen wir es, dass die Stadt Köln davon Abstand genommen und die allgemeine Umweltzone erweitert hat“, betont Deuvet-Präsident Peter Schneider.

Gegründet wurde der Deuvet als „Arbeitsgemeinschaft der deutschen Veteranen- und Markenclubs e. V.“ im Jahr 1976 auf der Veterama in Mannheim. Für die Deutsche Veteranenfahrzeuggemeinschaft wurde das Kürzel Deuvet gewählt, dieser wurde als Bundesverband Oldtimer-Youngtimer e. V. beim Deutschen Bundestag in Berlin akkreditiert. Durch permanente Arbeit hat der Verband unter anderem die gesetzlichen Regeln für Oldtimerfahrzeuge und 1997 auch das H-Kennzeichen mitbestimmt.

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