Glinicke Gruppe Die Glinicke Gruppe ist breit aufgestellt
Glinicke steht für Volkswagen und Audi nicht nur in Kassel.
Was ist die wichtigste Grundlage für ein florierendes Autohaus? Es muss von möglichst vielen Menschen – und damit potenziellen Kunden – wahrgenommen werden. Die Lage ist der vielleicht wichtigste Erfolgsfaktor. Das hat wohl kaum jemand so verinnerlicht wie Peter Glinicke, Seniorchef der Glinicke Gruppe.
Für ihn liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Verknüpfung von Auto- und Einzelhandel. „Wo immer es möglich ist, kombinieren wir unsere Bauaktivitäten mit anderen Frequenzbringern“, erklärt der Unternehmer. Große Baumärkte oder Supermärkte wie Aldi oder Lidl würden für sich genommen schon viele Kunden anlocken. Davon könne ein Autohaus, das auf demselben Areal ansässig sei, nur profitieren. „Der Vorteil liegt darin, dass man ständig Trafic hat“, ist er überzeugt. Am konsequentesten umgesetzt hat Glinicke dieses Konzept in dem Thüringer Einkaufscenter (TEC), das die Autohausgruppe 1996 in Erfurt eingeweiht hat. Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl von Einzelhandelsgeschäften mit einer Netto-Verkaufsfläche von 24.000 m². Auf demselben, über elf Hektar großen Grundstück betreibt Glinicke mehrere Auto-häuser. Das Engagement in der thüringischen Landeshauptstadt war ein wichtiger Meilenstein der Unternehmensgeschichte, die 1930 mit einer kleinen Automobilfirma ihren Anfang nahm. Erfahrungen im Mehrmarkenhandel gehörten früh dazu: In den ersten Jahren repräsentierte die Firma mit Hanomag, Adler, Magirus, Vomag, Framo und DKW Motorräder sehr unterschiedliche Fabrikate.
Früher Mehrmarkenhandel
Nach dem Zweiten Weltkrieg bewarb sich Hans Glinicke um die begehrten Vertriebsrechte für Volkswagen. Und er hatte Glück: 1948 erhielt er den Großhandels- und Einzelhandelsvertrag der Volkswagen GmbH Wolfsburg für den Raum Kassel und Nordhessen. Zwei Jahre später kam Porsche-Sportwagen hinzu. Nachdem Unternehmensgründer Hans Glinicke im Jahr 1968 verstarb, übernahm sein Sohn Peter die alleinige Geschäftsführung.
Wie bei vielen anderen großen Autohandelsgruppen auch waren die sechziger, siebziger und achtziger Jahre von einem steten Wachstum geprägt, dessen Dynamik sich aber in Grenzen hielt. Das änderte sich mit der deutschen Wiedervereinigung. Bereits im August 1990 gründete Peter Glinicke seine erste Niederlassung in Erfurt. Kurze Zeit später wurde ein weiteres Autohaus in Bad Langensalza eröffnet. In den ehemaligen Räumen der VEB errichtete Glinicke zudem ein kleines Nahversorgungszentrum – sein erster Versuch, Automobil- und Einzelhandel sinnvoll zu verknüpfen. In den folgenden Jahren ging es in verschärftem Tempo weiter voran. So hat sich das Unternehmen bis heute zu einer Autohausgruppe entwickelt, die acht Marken an 16 Standorten in Hessen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen vertreibt.
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