Die großen Autohändler: Beresa

Autor Dr. Dominik Faust

Sie waren die Ersten, die eine der 63 Mercedes-Benz-Niederlassungen übernommen haben. Sie haben als Erste eine Sofortkaufoption für Gebrauchte im Internet installiert. Jetzt setzen sie eine neue Standortstrategie um, die wiederum Vorbild sein kann.

Die neue Beresa-Zentrale in Münster.
Die neue Beresa-Zentrale in Münster.
(Bild: Beresa)

Wo Beresa ist, ist vorne. Der Mercedes-Händler mit Stammsitz in Münster ist in mehrfacher Hinsicht Vorreiter der Branche. So hat er im vergangenen Jahr die erste Mercedes-Benz-Niederlassung von der Daimler AG übernommen. Danach wechselten deutschlandweit noch 62 Niederlassungen die Besitzer. Diese M&A-Erfahrung teilt Beresa mit anderen Mercedes-Benz-Vertretern, wie CEO Thomas Spiegelhalter im Gespräch mit »kfz-betrieb« berichtet: „Wir tauschen uns drei bis vier Mal im Jahr über Themen aus, die bei solchen Carve-Outs wichtig sind.“

Etwa 300 Mitarbeiter der Niederlassung Ostwestfalen-Lippe (OWL) mussten nach der Übernahme in das Familienunternehmen mit seiner fast 100-jähriger Tradition integriert werden. Hinzu kamen die IT-Infrastruktur, die Buchhaltung, das Controlling. Der Umsatz wuchs um rund 50 Prozent. „Das war eine riesige Kraftanstrengung für alle Beteiligten, und es ist nach wie vor eine große Herausforderung für uns alle“, so Thomas Spiegelhalter. Doch nach einem Jahr kann Beresa OWL schon schwarze Zahlen schreiben und damit ein Jahr früher als im Business-Plan vorgesehen. Überhaupt konnte Beresa das Geschäftsjahr 2016 (endete am 30. September) mit dem besten Ergebnis seit langer Zeit abschließen.