Die großen Autohändler: Ebert-Gruppe

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Steigende Absatzzahlen, motivierte Mitarbeiter und eine zusätzliche Premiummarke prägen die Situation der traditionsreichen Ebert-Gruppe. Noch vor einigen Jahren war die Situation kritischer, dann schuf ein externes Management neue Perspektiven.

Die Ebert-Gruppe ist seit 1898 in Weinheim an der Bergstraße beheimatet und einer der ältesten Mercedes-Händler.
Die Ebert-Gruppe ist seit 1898 in Weinheim an der Bergstraße beheimatet und einer der ältesten Mercedes-Händler.
(Bild: Autohaus Ebert)

Das Mercedes-Benz-Autohaus Ebert hat zweifellos Tradition an der Bergstraße nördlich von Heidelberg. Seit 80 Jahren besteht der Vertriebsvertrag mit dem Hersteller. Doch Tradition allein verkauft keine Autos. Derzeit befindet sich das Unternehmen in seiner zweiten Gründungsphase: dem Ausbau zu einem profitablen Mehrmarkenhändler mit einer starken Stellung der fünf gehandelten Marken Mercedes-Benz und Smart sowie Skoda, Infiniti und Jeep. Als Zäsur in der Unternehmensentwicklung wirkte dabei der Verkauf der Handelsgruppe an die Unternehmerfamilie Pfenning vor knapp drei Jahren.

Als Geschäftsführer Bernd Baldus im Zuge des Verkaufs die operative Leitung übernahm, fand er ideale äußere Umstände vor – die Kaufkraft in der Region liegt bei 142 Prozent des Bundesdurchschnitts, die Wirtschaft ist mittelständisch geprägt, es herrscht quasi Vollbeschäftigung. Tatsächlich aber sank der Absatz des Autohauses, es fehlte an zeitgemäßen internen Prozessen und einer professionellen Außendarstellung. „Wir haben die Strukturen im Haus optimiert, parallel dazu unsere Häuser restauriert und die Fahrzeugbestände bereinigt“, erinnert sich Baldus. Oder in Kennzahlen gesprochen: Die durchschnittliche Standzeit von Gebrauchtwagen sank binnen zwei Jahren von 192 auf 42 Tage, das operative Ergebnis verbesserte sich deutlich inklusive der Rückkehr in die schwarzen Zahlen.