Die großen Autohändler: Ruhrdeichgruppe

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Die Duisburger Handelsgruppe ist in diesen Tagen stark gefordert: Die 2014 hinzugekommenen sechs Opel-Betriebe sollen schnell ins Plus gedreht und die hundert Kollegen, die aus einer anderen Unternehmenskultur kommen, fest integriert werden.

Die Belegschaft am Stammsitz kann sich jetzt komplett auf Opel und Kia konzentrieren.
Die Belegschaft am Stammsitz kann sich jetzt komplett auf Opel und Kia konzentrieren.
(Bild: Ruhrdeichgruppe)

Ordentlich Staub aufgewirbelt hat es innerhalb der Ruhrdeichgruppe, das „Ottmar-Hitzfeld-Rotationsprinzip“. „Manche Mitarbeiter brauchen auch mal eine Luftveränderung“, begründet Geschäftsführer Peter Gerards die Maßnahme, wonach Angestellte aus verschiedenen Bereichen eines Standortes Anfang des Jahres in andere Betriebe der Gruppe versetzt wurden. Wie aber kann es dazu kommen, dass ein Konzept des im Ruhrgebiet wenig beliebten FC Bayern München in Duisburg Modellcharakter hat?

Ursprünglich hatten die Arbeitnehmervertreter der vor zwei Jahren übernommenen Opel-Gesellschaft die Idee vorgeschlagen, an die sich Peter Gerards erinnerte, als es mal wieder Probleme gab mit den verschiedenen Unternehmenskulturen innerhalb der Opel-Ruhrdeich-Belegschaft. 2014 hatte Gerards sechs Opel-Autohäuser der Dinnebier-Gruppe in Nordrhein-Westfalen übernommen. Und auch zwei Jahre nach der Expansion, der die Beendigung des Nissan-Händlervertrags vorausgegangen war, ist der Händler weiterhin damit beschäftigt, seine neue Gruppenstruktur zu ordnen und das Geschäft mit seiner neuen Marke Opel in ruhiges Fahrwasser zu manövrieren.