Sono Motors Die Zuliefersparte Sono Solar ist pleite

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Nach dem Projekt Solarauto ist auch die Geschäftsidee der Zulieferung von Solarmodulen im Fahrzeugbau gescheitert. Das Unternehmen hat nach gescheiterten Investorengesprächen Insolvenz beantragt.

Sono Solar hat zuletzt Solarmodule für Fahrzeuge geliefert, die einen Teil deren Energiebedarfs decken sollten. Jetzt ist das Unternehmen insolvent.(Bild:  Sono Motors GmbH/Martin Meiners)
Sono Solar hat zuletzt Solarmodule für Fahrzeuge geliefert, die einen Teil deren Energiebedarfs decken sollten. Jetzt ist das Unternehmen insolvent.
(Bild: Sono Motors GmbH/Martin Meiners)

Das Projekt Sono Motors ist zum zweiten Mal gescheitert. Nachdem die Automobilentwicklung im Mai 2023 in der Pleite endete – im Kern ging es um das Solarfahrzeug Sono Sion – ist nun auch die Zulieferersparte Sono Solar am Ende. Laut einer Mitteilung vom Montag, 3. August, ist über die verbleibenden Aktivitäten der Sono Motors GmbH unter dem Markennamen Sono Solar ein Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Konkrete Ursache für die neuerliche Insolvenz sind den Angaben zufolge gescheiterte Investorengespräche. Dadurch sei „im Rahmen einer Sanierungsphase keine tragfähige Finanzierung“ zu sichern gewesen. Zuvor hatte sich im März der Hauptinvestor Sono Group N.V. – die einst für den Börsengang von Sono Motors geschaffene Muttergesellschaft mit Sitz in Holland – aus der Solarsparte zurückgezogen.

„Nun stehen die Marke Sono Solar sowie das dazugehörige B2B-Geschäft als Zulieferer von Solar-Technologie für Fahrzeughersteller und Flotten zum Verkauf“, heißt es weiter in der Mitteilung. Bereits in der Zeit der Aktivitäten mit dem Sono Sion hatte das Unternehmen begonnen, seine Solartechnik als Module an Nutzfahrzeughersteller zu verkaufen.

Veräußerung der Technik

Nach der Abwicklung des Pkw-Projekts im Sommer 2025 firmierte das Unternehmen um in „Sono Solar“. Die Firma arbeitete seither ausschließlich als B2B-Zulieferer für Solar-Technologie. Sie integriert Solar-Kits auf Nutzfahrzeuge, Busse, Vans und Kühllaster von Drittanbietern, um deren Reichweite zu erhöhen und Diesel zu sparen.

Nun hat sich auch dieses Modell scheinbar nicht als tragfähig erwiesen. Die Geschäftsführer Denis Azhar und Jan Schiermeister wollen sich nun auf die Veräußerung des technologischen Kernportfolios konzentrieren. Zum Verkauf stehen den Angaben zufolge das gesamte geistige Eigentum (IP), Hardware-Komponenten und technische Dokumentationen.

„Unser Fokus liegt jetzt darauf, Käufer zu finden, der unsere marktreifen Produkte weiterführt und das technologische Potenzial von Sono Solar erkennt, das Gesamtgeschäft oder Teile davon erwirbt und skaliert“, sagte Azhar. Darunter ist auch immer noch die Integration von Solartechnik in die Pkw-Außenhaut für das Fahrzeugmodell Sono Sion.

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