Dieselnachrüstung: Bund fördert die Katalysator-Entwicklung

46 Millionen Euro Fördersumme für Kat-Hersteller

| Autor: Jan Rosenow

SCR-Kat von Dr. Pley für den BMW X3: Künftig sind mehr Versionen machbar.
SCR-Kat von Dr. Pley für den BMW X3: Künftig sind mehr Versionen machbar. (Bild: Simon/»kfz-betrieb«)

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gehörte lange zu den Gegnern einer Hardwarenachrüstung für Dieselfahrzeuge, hat aber mittlerweile nach eigener Aussage dazugelernt. Und wie: In den nächsten beiden Jahren stellt sein Ministerium den Herstellern von Nachrüstkatalysatoren insgesamt 46 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung, damit sie ihre Produkte für möglichst viele Fahrzeugmodelle anpassen können. Das bestätigte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Das BMVI arbeitet derzeit an einer entsprechenden Förderrichtlinie, mit der ab 2020 die Weiterentwicklung von Hardwarenachrüstsystemen unterstützt wird.

Heute ist das Angebot noch begrenzt, weil der Entwicklungs- und Testaufwand, den die Nachrüstrichtlinie verlangt, sehr hoch und damit teuer ist. Derzeit bieten nur zwei Unternehmen (Dr. Pley und Baumot) Nachrüstkatalysatoren für Pkws an. Vorerst lassen sich lediglich die meistverbreiteten Modelle des Volkswagen-Konzerns, von BMW und Mercedes-Benz mit Vierzylinder-Dieselmotoren sowie einige Volvo-Modelle mit Fünfzylinder damit ausrüsten.

Mit der staatlichen Förderung steigen die Chancen, dass Kfz-Betriebe demnächst auch Besitzern von Nischenfahrzeugen ein Angebot zur Nachrüstung machen können. Dr. Pley hat bereits Varianten für die Sechs- und Achtzylinder-Dieselmotoren des VW-Konzerns angekündigt, die vor allem in Audi- und Porsche-Wagen eingebaut sind. Aber auch Land-Rover- und Jaguar-Besitzer können wieder hoffen.

Die Innung des Kfz-Gewerbes Region Stuttgart zeigt in einem Video, wie der Einbau eines Nachrüstkatalysators in einem Dieselfahrzeug vonstatten geht:

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