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Drei Rückrufe für Mercedes Vito/V-Klasse

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Wehner

Weltweit über 160.000 Fahrzeuge betrifft eine Maßnahme wegen eines möglichen Ausfalls der Lenkkraftunterstützung. Zwei kleinere Aktionen für frisch produzierte Modelle sind dagegen schnell erledigt.

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Der Mercedes Vito muss in die Werkstatt.
Der Mercedes Vito muss in die Werkstatt.
(Foto: Mercedes)

Einen großen und zwei kleine Rückrufe gibt es für die V-Klasse beziehungsweise den Vito von Mercedes-Benz zu vermelden. Die Aktion mit dem Code „VS2SCHRALU (4694254)“ schließt laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) weltweit 166.573 Fahrzeuge ein, davon rund 75.000 in Deutschland. Ursache: Die Befestigungsschrauben des Servolenkungshilfsmotors am Getriebegehäuse können korrodieren und brechen.

Die Fehlerbeschreibung machte schon vergangenes Jahr bei einem Tesla-Rückruf hellhörig. Denn die Vertragswerkstatt ersetzt im Rahmen des bis zu drei Stunden dauernden Eingriffs die verbauten Aluminium- durch Stahlschrauben – und nicht umgekehrt. Zudem wird das Lenkgetriebe gewachst. Durch die Korrosion droht an den Fahrzeugen der Baujahre 2013 bis 2016 ein Ausfall der Servounterstützung.

Deutlich übersichtlicher sind die Aktionen „VS2BREMVAR“ für 537 Einheiten des Bauzeitraums 28. November 2018 bis 6. Mai 2019, sowie „VS2BAFV (5891163)“ für 370 in diesem Jahr zwischen Januar und März gebaute Transporter. In Deutschland geht es dem KBA zufolge um 321 beziehungsweise. 239 Exemplare.

Kurzer Werkstattaufenthalt

Im ersten Fall könnten nicht geeignete Bremsleitungen am rechten Vorderrad zum Austritt von Bremsflüssigkeit und infolge zu einem verlängerten Bremsweg sowie Brandgefahr durch Kontakt mit erhitzten Bauteilen führen. Die verbauten Bremsleitungen werden überprüft und gegebenenfalls durch Nachbiegen angepasst. Zusätzlich wird ein Scheuerschutz angebracht. Die Reparaturdauer beträgt laut einem Daimler-Sprecher unter einer Stunde.

Auch die Abhilfemaßnahme beim dritten Rückruf ist schnell erledigt: Dem Halter wird in der Werkstatt eine korrigierte Fassung der Bedienungsanleitung ausgehändigt. Denn die jetzt im Fahrzeug befindliche Version ist eventuell veraltet. Dadurch könnte es zu einem falschen Umgang mit sicherheitsrelevanten Komponenten am Fahrzeug kommen.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist