E-Auto-Verkauf bei PSA: Ladepakete für Privat

Kooperation mit Energiedienstleister

| Autor: Jens Rehberg

Nicht nur der E-Autokauf an sich, auch das Thema Ladeinfrastruktur beim Kunden ist beratungsintensiv.
Nicht nur der E-Autokauf an sich, auch das Thema Ladeinfrastruktur beim Kunden ist beratungsintensiv. (Bild: Opel)

PSA-Kunden sollen bei ihrem Vertragshändler nicht nur ein Elektroauto kaufen, sondern auch gleich alles anstoßen können, was für die Installation einer passenden Ladeinfrastruktur zu Hause notwendig ist. Dafür kooperiert der Autobauer laut einer Presseerklärung vom Mittwoch mit dem Berliner Energiedienstleister Inno-2-Grid.

Die Kunden können beim Händler künftig bei der Bestellung eines Elektrofahrzeugs nicht nur ein leistungsfähigeres Ladekabel sowie bei Bedarf eine Wallbox aussuchen, sondern auch gleich einen Elektriker buchen, der die Gegebenheiten vor Ort prüft und die notwendige Hardware fachgerecht installiert.

Der Verkaufsberater im Autohaus kann Elektro-Käufer damit an die Hand nehmen und ihnen ein Komplettpaket schnüren. Zwar kommen auf die Kunden zusätzliche, aber letztlich unvermeidliche Kosten von bis zu mehreren Tausend Euro zu – der Verkäufer kann an dieser Stelle aber auch über entsprechende Förderprogramme des jeweiligen Bundeslandes, der Kommune, der Energieunternehmen und der KfW-Bank – auch für Privatleute – informieren. Zudem muss der Kunde sich nicht um eine weitere Beratung kümmern.

Konkret bieten die PSA-Fabrikate Opel, Peugeot, Citroën und DS gemeinsam mit Inno-2-Grid drei Ladepakete an: Ab 467 Euro gibt es einen Online-Vorabcheck, die Wallbox-Installation durch einen zertifizierten Elektriker und bis zu zehn Meter Kabel. Ab 805 Euro darf das Kabel bis zu 15 Meter lang sein, es sind zudem Bohrungsarbeiten und die Einrichtung von Schutzschaltern inbegriffen. Und der Fachmann nimmt die 1- oder 3-phasige Wallbox in Betrieb.

Beim teuersten Paket (1.661 Euro) kommt der Elektriker vorab schon mal vorbei, außerdem kann er die smarte Wallbox mit Online-Zusatzfunktionen in Betrieb nehmen. Zudem fallen keine Stornierungsgebühren an, sollte sich herausstellen, dass die örtlichen Gegebenheiten für die gewünschte Ladeinfrastruktur schlicht ungeeignet sind.

Zuvor wählen die Kunden zusammen mit dem Verkäufer passendes Zubehör und die gewünschte Wallbox aus.

Opel beispielsweise bietet für den Corsa-E und den Grandland Plug-in-Hybrid zusätzlich zum mitgelieferten Standardladekabel für die Haushaltssteckdose drei Kabelvarianten an:

  • ein 6-Meter-Mode-3-Ladekabel (1-phasig/7,4 kW) für öffentliches Laden – 250 Euro
  • Mode-3-Ladekabel (3-phasig/11 kW) – 280 Euro, nur beim Corsa-E
  • oder ein Universal-Ladekabel (3-phasig/bis 22 kW) mit Adapter für die Haushaltssteckdose, öffentliches Laden sowie eine Drehstromsteckdose – 720 Euro

Die Standard-Wallbox kostet bei Opel 891,50 Euro. Für die Version mit Online-Zusatzfunktionen und Einzelnachweis rufen die Rüsselsheimer 1.189 Euro auf. Soll die Box auf einer Säule installiert werden, kommt diese auf zusätzliche 544 Euro.

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