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E-Go Mobile: Die Brennstoffzelle zum Elektroauto

| Autor: Andreas Grimm

Das Elektroauto-Start-up E-Go Mobile nimmt sich der Reichweiten-Problematik von E-Fahrzeugen an und investiert in die Brennstoffzelle als Range Extender. Der soll aber nicht nur in den eigenen Produkten verbaut werden.

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Die E-Go Mobile AG erweitert ihr Portfolio und will mittelfristig Brennstoffzellen als Range Extender anbieten.
Die E-Go Mobile AG erweitert ihr Portfolio und will mittelfristig Brennstoffzellen als Range Extender anbieten.
(Bild: E-Go Mobile)

Die E-Go Mobile AG will noch in diesem Jahr in die Brennstoffzellen-Forschung und -Entwicklung einsteigen. Gemeinsam mit der Proton Motor Fuel Cell GmbH mit Sitz in Puchheim bei München soll dazu das Joint Venture E-Go Rex gegründet werden. Dieses Gemeinschaftsunternehmen soll ein kompaktes, großserientaugliches Brennstoffzellensystem mit 22 bis 30 kW als Reichweitenverlängerer (Range Extender) entwickeln.

Übereinkunft: Sebastian Goldner (li.) von Proton Motor Fuel Cell und Günther Schuh, Vorstandschef E-Go Mobile, vereinbarten anlässlich der Eröffnung des Werks für den Stadtwagen E-Go Life die Zusammenarbeit in der Brennstoffzellentechnik (zum Vergrößern bitte Bild klicken).
Übereinkunft: Sebastian Goldner (li.) von Proton Motor Fuel Cell und Günther Schuh, Vorstandschef E-Go Mobile, vereinbarten anlässlich der Eröffnung des Werks für den Stadtwagen E-Go Life die Zusammenarbeit in der Brennstoffzellentechnik (zum Vergrößern bitte Bild klicken).
(Bild: E-Go Mobile)

Ziel ist, das System ab dem Jahr 2021 serienreif zu haben, um es dann sowohl im Elektro-Kleinbus E-Go Mover einzusetzen und es auch als Umrüstsatz für andere Hersteller bereitzustellen. Der Mover ist ein automatisiert fahrender Bus für 14 Passagiere, den E-Go Mobile zusammen mit ZF entwickelt und der ab 2019 produziert werden soll.

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Die Brennstoffzelle des Range Extenders liefert dabei nur den durchschnittlichen Energiebedarf für die Ladung der Batterie. Da der E-Motor nicht direkt angetrieben wird, kann sie theoretisch in vielen Fahrzeugen eingesetzt werden. „Dadurch ist es wesentlich leichter, das System zu industrialisieren“, erklärte Günther Schuh, Vorstandschef der E-Go Mobile AG. Es könne so massenhaft und damit günstig produziert werden.

Ein erster Erprobungsträger für das Brennstoffzellensystem wird laut Schuh derzeit aufgebaut. Ab 2021 sollen bis zu 15.000 E-Go Mover jährlich mit dem Range Extender ausgerüstet werden.

Günther Schuh hat die E-Go Mobile AG 2015 gegründet und als Hersteller von Elektrofahrzeugen aufgebaut. Ihren Ursprung hat sie in der Technischen Hochschule Aachen. Als erstes Produkt will E-Go noch in diesem Jahr mit dem elektrischen City-Kleinwagen E-Go Life auf den Markt kommen. Die Proton Motor Fuel Cell GmbH forscht seit 20 Jahren auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnik und hat derartige Systeme zu Forschungszwecken bereits in verschiedenen Fahrzeugen verbaut.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«