Volkswagen E-Up kehrt zurück – elektrifizierter Mii und Citigo bleiben Geschichte

Von Andreas Grimm

Im Segment kleiner elektrischer Stadtwagen hatte der Volkswagen-Konzern zuletzt nichts zu bieten. Jetzt kommt der VW E-Up wieder in die Orderbücher. Anderen Konzernfabrikaten bleibt die Nische verschlossen.

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Zurück im Schauraum: der VW E-Up. Für Skoda Citigo iV und Seat Mii Electric gibt es weiterhin keine Rückkehr-Perspektive.
Zurück im Schauraum: der VW E-Up. Für Skoda Citigo iV und Seat Mii Electric gibt es weiterhin keine Rückkehr-Perspektive.
(Bild: VW)

Der VW E-Up ist wieder bestellbar. Zwar gibt es ihn nur in der oberen Ausstattungsvariante „Style Plus“. Dafür fließt aber auch die volle E-Auto-Förderung – zumindest theoretisch, wenn das Modell rechtzeitig ausgeliefert wird und sich die Förderrichtlinie nicht ändert.

Damit können zumindest die VW-Partner wieder die Nachfrage in einem Segment bedienen, das zuletzt andere Hersteller munter bespielten (etwa mit Renault Twingo Electric, Fiat 500e, Dacia Spring, Smart), während die Partner des Volkswagen-Konzerns in die Röhre guckten. Der ID 3 ist für diese Klientel eine Nummer zu groß. Davon abgesehen ist er inzwischen ja auch kontingentiert.

Außen vor bei dieser Absatzchance bleiben die Seat- und Skoda-Partner. Die Schwestermodelle Seat Mii Electric und Skoda Citigo iV kommen nicht zurück – auch wenn sich viele Händler die Autos weiterhin wünschen würden. „Der Seat Mii wird nicht mehr produziert werden“ und „Es ist nicht geplant, den Citigo e iV wieder ins Programm aufzunehmen“, heißt auf Anfrage von »kfz-betrieb« kurz, aber eindeutig aus den Pressestellen der Importeure.

Damit muss sich der Handel der beiden kleineren Fabrikate wohl noch bis 2025 gedulden, bis eine neue E-Kleinwagen-Generation in den Verkauf kommt. Seat- und Cupra-Chef Wayne Griffiths hatte am Dienstag bekräftigt, dass der Seat-Stadtflitzer „Urban Rebel“ in etwa drei Jahren startet. Bei Skoda sehen die Planungen ähnlich aus.

VW hatte den E-Up im Herbst 2020 vorübergehend vom Markt genommen. Offiziell, weil die Lieferzeiten aufgrund der hohen Nachfrage drastisch gestiegen waren. Hartnäckig hält sich aber auch die Interpretation, die Autofamilie sei für den Konzern nicht wirtschaftlich zu produzieren gewesen. Seitdem auch die elektrischen Schwestermodelle Skoda Citigo und Seat Mii nicht mehr erhältlich sind, klafft eine große Lücke im Segment der günstigen und kleinen E-Autos.

Der wieder bestellbare VW E-Up kostet laut Herstellerangaben mindestens 26.890 Euro. Die Ausstattung umfasst unter anderem Klimaanlage, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen und Spurhalteassistent sowie einen Schnellladeanschluss. Die Technik bleibt unverändert: Eine 12,7 kWh große Batterie treibt einen 61 kW/83 PS starken E-Motor an, die Reichweite beträgt 258 Kilometer. Wann die nun bestellbaren Fahrzeuge ausgeliefert werden, teilte VW nicht mit.

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