Eichhorn wechselt in VDA-Geschäftsführung

Redakteur: Andreas Grimm, Andreas Grimm

Eine VDA-Personalie löst kräftige Verschiebungen im Volkwagen-Konzern aus. Betroffen ist neben der Konzernmarke Bentley auch die Porsche-Tochter.

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Wechsel in der Geschäftsführung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 hat der Verband Ulrich Eichhorn zum Geschäftsführer Technik und Umwelt berufen. Der 49-Jährige folgt auf Hans-Georg Frischkorn, der sich nach Etablierung der Nationalen Plattform Elektromobilität einer VDA-Mitteilung zufolge neuen beruflichen Herausforderungen stellen will.

Eichhorn stammt aus Obernburg am Main und hat an der Technischen Hochschule Darmstadt von 1982 bis 1988 Maschinenbau studiert. 1992 promovierte der Diplom-Ingenieur. Seine Verbandsarbeit kann Eichhorn auf langjährigen und vielfältigen Erfahrungen in Industrie und Forschung aufbauen. Von 1993 bis 2000 arbeitete er für die Ford Motor Company, wobei er sich vor allem auf das Fahrwerk spezialisierte. Von 2000 bis 2003 war Eichhorn Leiter der Konzern-Forschung der Volkswagen AG.

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Seit 2003 ist Eichhorn Vorstand Technische Entwicklung Bentley Motors und hat dort die Entwicklung der erfolgreichen Continental-Baureihe mit GT, GTC und Flying Spur und Supersports sowie der großen Baureihe Arnage, Azure, Brooklands und des komplett neuen Mulsanne geleitet. VDA-Präsident Matthias Wissmann bezeichnete Eichhorn als anerkannten Automobil-Experten, dessen Expertise im Automobil- und Motorenbau eine deutliche Stärkung des Verbandes darstelle.

Als VDA-Geschäftsführer Technik und Umwelt wird Eichhorn hersteller-gruppenübergreifend zuständig sein für die Themen Technik, Sicherheit, Umweltschutz, Forschung und Qualitätsmanagement. Zudem wird er die VDA-Interessen in Gremien, beispielsweise DIN, ISO und TÜV, vertreten. Zur VDA-Geschäftsführung gehören weiterhin unverändert Klaus Bräunig und Dr. Kay Lindemann.

Personalverschiebungen bei Porsche

Der Nachfolger von Ulrich Eichhorn steht bereits fest. Ihn beerbt in seinen Funktionen bei Bentley nach Angaben des Luxusherstellers Rolf Frech. Der 53-Jährige kommt von Porsche, wo er zuletzt den Bereich Gesamtfahrzeug im Ressort Entwicklung leitete. Frech ist seit 1983 bei Porsche und arbeitete zunächst in der Motorenentwicklung, bis er die Leitung für die Bereiche Simulation und Test übernahm. In seiner seit 2001 ausgeübten Funktion war Frech unter anderem für die Ausweitung des Porsche-Modellangebots um den Cayenne und den Panamera verantwortlich.

Die Position Frechs bei Porsche wird nach Auskunft des Sportwagenherstellers bereits zum 1. November Michael Steiner übernehmen. Der 47-Jährige berichtet an Entwicklungsvorstand Wolfgang Hatz. Steiner fing 2002 als Leiter Innovationen und Konzepte bei Porsche an, bevor er 2005 die Leitung der Baureihe Panamera übernahm. Er ist laut Porsche „maßgeblich für den Erfolg der vierten Baureihe verantwortlich“.

Nachfolger als Leiter der Baureihe Panamera wird ebenfalls zum 1. November Gernot Döllner. Der 42-Jährige ist seit 1998 bei Porsche tätig und war bis Ende 2010 Leiter der Abteilung Fahrzeugkonzepte und Package für alle Porsche-Modelle, bevor er Anfang dieses Jahres Leiter der Produktstrategie wurde. Seine Nachfolge tritt wiederum Stefan Weckbach an, der seit 2008 für den Autobauer arbeitet und zuletzt Leiter der Geschäftsstelle Vorstand der Porsche AG war.

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