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Elektro-Buggy entsteht auf Basis des Skoda Citigo

| Autor: Andreas Grimm

Rechtzeitig zum Sommerwetter hat Skoda einen Strandflitzer vorgestellt, den Elektro-Buggy „Element“. In Serie wird das Modell zunächst nicht gehen – es ist das durchaus vorzeigbare Ergebnis des vierten „Azubi Car“-Projekts des Autobauers.

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„Element“ heißt das Ergebnis des vierten Azubi-Projekts von Skoda. Die Nachwuchskräfte des Autobauers durften dafür Fahrzeugdesigner spielen.
„Element“ heißt das Ergebnis des vierten Azubi-Projekts von Skoda. Die Nachwuchskräfte des Autobauers durften dafür Fahrzeugdesigner spielen.
(Bild: Photo: IvoHercik.com)

22 Auszubildende von Skoda sind zum vierten Mal als Fahrzeugentwickler tätig geworden. Wie in den Jahren zuvor nahmen sie sich ein Serienfahrzeug vor und bauten es zu einem Derivat um, das es so vom Hersteller gar nicht gibt. In diesem Jahr wurde aus dem Kleinwagen Citigo ein fetziger Buggy mit Elektroantrieb.

„Element“ heißt das Produkt der Kreativität der 17 und 18 Jahre alten Auszubildenden, die an dem Projekt mitarbeiteten und an der Berufsschule von Skoda in Mlada Boleslav ausgebildet werden. „Das ‚E‘ steht für Elektrizität, der Name ‚Element‘ für den elementaren Antrieb der Zukunft: die E-Mobilität“, erläutert eine Pressemitteilung des Importeurs die Namensgebung. Unter der Haube arbeitet ein Elektromotor mit 60 kW/ 82 PS Leistung. „Elektromobilität ist nicht nur ein vorübergehender Trend – es ist die Zukunft. Deshalb haben wir uns entschieden, ein Auto mit Elektroantrieb zu bauen“, begründet der Auszubildende Daniel Launa die Wahl.

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Rund 1.500 Stunden haben die Auszubildenden, darunter 17 Jungen und vier Mädchen, an dem offenen Strandflitzer gearbeitet. Die Vorarbeiten zum Azubi-Car 2017 begannen im Herbst des Vorjahres mit Modellzeichnungen. Seit Januar 2017 arbeitete die Element-Crew aus unterschiedlichen Ausbildungsgängen dann verstärkt an der Werkbank, mit Schweißgerät und Blechschere. Das Dach kam ab, die Seitenflächen wurde neu designt, der Kofferraum erhielt eine ebene Verschlussklappe mit Solarzellen.

Zudem waren zahlreiche individuelle Karosseriebauteile zu fertigen. Ziele des Projekts sind unter anderem, als Team ergebnisorientiert zu arbeiten, die Hilfe von erfahrenen Fachkräften abzurufen, die eigenen technischen und organisatorischen Fähigkeiten zu schulen und mit einem vorgegebenen Budget auszukommen. In den Vorjahren mündeten diese Fähigkeiten in den Bau einer zweisitzigen Version des Citigo, den Skoda Citijet (2014), in den Pick-up Funstar auf der Plattform des Skoda Fabia (2015) sowie in das Coupé Atero auf Basis des Skoda Rapid Spaceback, der bei den Händlern sogar Begehrlichkeiten auslöste.

Am Skoda Element arbeiteten Vertreter aus neun Berufszweigen – unter anderem Autolackierer, Autoelektriker, Karosseriebauer, Kraftfahrzeugmechaniker, Logistiker und Kraftfahrzeugmechaniker. Den fertiggestellten E-Buggy widmeten die Auszubildenden ihrem Kollegen Petr Stanislav, der 2015 zum Team gehörte und den Pick-up mit baute. Im Juli vergangenen Jahres hatte er einen Motorradunfall und sitzt seitdem im Rollstuhl. Er will dennoch sein Aufbaustudium beenden.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«