Emil Frey übernimmt Stuttgarter VW-Betrieb

Autozentrum Leypoldt verkauft rund 1.000 Fahrzeuge im Jahr

| Autor: Christoph Baeuchle

Soll bald zur Emil-Frey-Gruppe gehören: das Autozentrum Leypoldt in Filderstadt.
Soll bald zur Emil-Frey-Gruppe gehören: das Autozentrum Leypoldt in Filderstadt. (Bild: Autozentrum Leypoldt)

Die Emil-Frey-Gruppe will beim Familienbetrieb Autozentrum Leypoldt in Filderstadt bei Stuttgart einsteigen. Voraussetzung zur Übernahme „weitreichender Vermögensteile“ des VW-Betriebs ist allerdings die Zustimmung des Bundeskartellamts. Gibt die Behörde grünes Licht, schlüpft der von Ernst Leypoldt 1986 gegründete Familienbetrieb unter das Dach einer der größten Autohaus-Gruppen Deutschlands.

Das Autozentrum Leypoldt, das seinen Sitz in unmittelbarer Nähe zum Stuttgarter Flughafen hat, verkauft neben VW Pkw auch noch Skoda. Zudem hat es einen Servicevertrag für die Konzernmarken Audi und Seat. Das Grundstück umfasst rund 5.500 Quadratmeter.

Rund 65 Mitarbeiter sorgen für den Service sowie den Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen. Zuletzt waren es nach Händlerangaben rund 900 bis 1.000 Fahrzeuge pro Jahr, je zur Hälfte Neu- und Gebrauchtwagen.

Die Emil-Frey-Gruppe wollte sich zur anstehenden Übernahme nicht äußern. Für den Branchenriesen ist es Neuland: Zwar ist er bereits in Norddeutschland an sieben Standorten für Volkswagen aktiv, doch Hamburg ist bislang der südlichste Standort. Mit dem Einstieg bei Leypoldt wird sich dies ändern.

Intensivierung des VW-Geschäfts

Mit dem Leypoldt-Einstieg stärkt die Emil-Frey-Gruppe ihr zuletzt rückläufiges Geschäft mit der Wolfsburger Kernmarke: Die Absatzzahlen der Emil Frey Automobil Holding Deutschland sanken im vergangenen Jahr um mehr als zehn Prozent auf gut 3.000 Einheiten (Eigen- und Agenturgeschäft). Hinzu kommen 2.200 Skoda, ein Rückgang von knapp zwei Prozent im Jahresvergleich.

Insgesamt zählte die Gruppe im vergangenen Jahr knapp 101.000 verkaufte Neu- und Gebrauchtwagen, etwa zwei Drittel davon waren Neuwagen.

Mit dem Autozentrum Leypoldt baut Emil Frey zugleich die Geschäfte in Stuttgart und Umgebung weiter aus. So ist die Frey-Gruppe auf der Automeile am Stuttgarter Flughafen, die von Ernst Leypoldt mitgegründet wurde, mit Jaguar und Land Rover sowie Aston Martin in direkter Nachbarschaft zum Autozentrum Leypoldt vertreten.

Der geschäftsführender Gesellschafter Ernst Leypoldt ist mit der nun gefundenen Lösung zufrieden. Der 70-Jährige hat seit über einem Jahr nach einem Nachfolger gesucht und mit verschiedenen größeren Autohausgruppen gesprochen.

Nach 54 Jahren in der Autobranche will sich Leypoldt nun zurückziehen. Der gelernte Kfz-Meister hatte mit 16 Jahren an der Tankstelle seiner Eltern begonnen. 1975 hatte er seinen Meister gemacht, 1986 schließlich sein Unternehmen gegründet. Dort ist seine Tochter für den Service verantwortlich – das soll auch künftig so bleiben.

Ein Schwerpunkt für Leypoldts Aktivitäten war in dem halben Jahrhundert seines Berufslebens das Thema Ausbildung. Über die Jahre hinweg hatte der Familienbetrieb rund 400 Auszubildende, sowohl auf kaufmännischer als auch auf technischer Seite.

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