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Erneuter Chefwechsel bei Borgward

| Autor: Andreas Wehner

Schnell kam er, schnell ging er wieder: Philip Koehn (Foto) war im Juni als Technikchef von BMW zu Borgward gewechselt, einen Monat später wurde er zum CEO befördert. Jetzt hat er sein Amt niedergelegt. Sein Nachfolger ist ein Chinese.

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Philip Koehn
Philip Koehn
(Bild: Borgward)

Nach nur wenigen Monaten an der Spitze von Borgward hat Philip Koehn sein Amt als CEO bei dem Autobauer niedergelegt. Wie Borgward am Freitag mitteilte, habe der Aufsichtsrat Xiuzhan Zhu zu seinem Nachfolger bestimmt. Der neue Borgward-Chef ist den Angaben zufolge bereits seit dem 6. November im Amt.

Xiuzhan Zhu arbeitet seit der Unternehmensgründung im Jahr 2015 für den Autobauer, der seinen Sitz in Stuttgart hat und dem chinesischen Nutzfahrzeugkonzern Foton gehört. Er bekleidete die Funktion des „Vice President Purchasing & Strategic Projects“. Der Manager lebt laut Mitteilung seit 20 Jahren in Deutschland und war für verschiedene Autohersteller und Zulieferer tätig.

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Philip Koehn war im Juni 2018 vom BMW-Konzern zu Borgward gewechselt. Zunächst als Vorstand für Forschung und Entwicklung angestellt, wurde er einen Monat später bereits Chef des Unternehmens. Gründe für seinen Weggang wurden nicht bekannt.

Um Borgward war es zuletzt wieder still geworden. Der Autobauer war im Sommer mit dem BX7 TS Limited Edition auf dem deutschen Markt gestartet. Das Sondermodell ist laut Website des Unternehmens inzwischen ausverkauft. Stattdessen bietet Borgward den regulären BX7 TS an. Der ursprünglich für den Herbst angekündigte BX5 ist bislang noch nicht erhältlich.

Borgward schrieb zwischen 1924 und 1961 ein Stück deutsche Automobilgeschichte mit. Das Unternehmen beschäftigte in seiner Blütezeit 23.000 Menschen und war in den 50er Jahren zeitweise der drittgrößte Autobauer in Deutschland. Bekannt wurde das Unternehmen unter anderem durch Modelle wie Isabella, Arabella, Hansa 1500 und Hansa 2400. 1961 musste die Unternehmensgruppe – damals größter Arbeitgeber Bremens – nach öffentlich gewordenen finanziellen Schwierigkeiten Konkurs anmelden.

2015 hatte die Marke ihr Comeback gestartet. Mitte des vergangenen Jahres hatte Borgward mit dem Vertrieb in China begonnen. Inzwischen ist das Fabrikat auf weiteren Märkten in Südostasien, dem Nahen Osten und Südamerika aktiv.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«