Agenturmodelle „EU-Neuwagen-Geschäft könnte in sich zusammenfallen“

Autor: Martin Achter

Der eine Händler sieht sie als Ertragssäule, der andere als Konkurrenz: Schätzungsweise mehr als hunderttausend sogenannte EU-Neuwagen werden jährlich in Deutschland zugelassen. Agenturmodelle der Hersteller könnten dieses Geschäft ins Wanken bringen, prognostizieren Verbandsvertreter und Branchenkenner.

Einheitliche Preise der Hersteller für Neuwagen in allen EU-Ländern: Agenturmodelle könnten das Geschäft mit sogenannten EU-Neuwagen massiv bremsen.
Einheitliche Preise der Hersteller für Neuwagen in allen EU-Ländern: Agenturmodelle könnten das Geschäft mit sogenannten EU-Neuwagen massiv bremsen.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Importeure sogenannter EU-Neuwagen und Branchenkenner sehen Agenturmodelle von Herstellern als massive Bedrohung für das Geschäft. „Wenn es Herstellern gelingt, über Agenturmodelle in der EU einheitliche Preise für Neuwagen durchsetzen, fällt unser Geschäftsmodell in sich zusammen“, sagte August Schürenstedt, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands freier Kfz-Importeure (BfI), im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Aktuell wirkten sich die Pläne und konkreten Schritte einzelner Marken zur Umsetzung von Agenturmodellen zwar nur ansatzweise auf das Tagesgeschäft der Fahrzeugimporteure und der angeschlossenen Händler beziehungsweise Vermittler aus. Jedoch schritten die Hersteller Stück für Stück voran.

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 Martin Achter

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Ressortleiter Management & Handel / »kfz-betrieb«